HEALTH ECONOMY
Mehr Forschung © APA/AFP/Jean-Philippe Ksiazek

Die Pharmaindustrie beschäftigt sich zunehmend mit der Erforschung Seltener Erkrankungen und bringt neue Therapien.

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Die Pharmaindustrie beschäftigt sich zunehmend mit der Erforschung Seltener Erkrankungen und bringt neue Therapien.

Redaktion 11.03.2022

Mehr Forschung

Monatsschwerpunkt Seltene Erkrankungen – Teil 2 Geänderter Fokus: Rare Diseases sind kein Randthema mehr.

••• Von Katrin Pfanner

WIEN. Waren Seltene Erkrankungen früher noch ein Randthema, steigt das Forschungsinteresse der Pharmaindustrie immer mehr. Im Vorjahr sind in der EU 19 neue Medikamente zur Behandlung von Seltenen Erkrankungen zugelassen worden. „An die 200 Medikamente zur Behandlung von Seltenen Erkrankungen stehen derzeit Patientinnen und Patienten in der Europäischen Union zur Verfügung”, erläutert Alexander Herzog, Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig).

Hilfe für Forschung

130 der derzeitigen Medikamente haben einen sogenannten Orphan-Drug-Status. Dieser sichert den Produkten bei Zulassung eine temporäre Marktexklusivität und im Entwicklungsprozess Gebührenreduktion und andere Förderungen zu. An die 70 Medikamente gegen Seltene Krankheiten besitzen diesen Status zwar nicht mehr, weil dieser zehn Jahre nach Marktzulassung erlischt oder von der Firma zurückgegeben wurde. Sie zählen damit aber ebenfalls zu den erfolgreichen Entwicklungen der vergangenen Jahre, betonte die Pharmig.

„Neue Perspektiven”

Gar nicht so selten gelinge es, „Menschen mit einer Seltenen Erkrankung neue Perspektiven zu geben”, hielt auch das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI) in einer Aussendung zum Welttag der Seltenen Erkrankungen fest. Rund 400.000 Menschen leben in Österreich mit einer Seltenen Erkrankung – das entspreche der Bevölkerung von ganz Vorarlberg. Dennoch machen die Betroffenen oft einen Leidensweg durch und hoffen auf Therapien. „Deshalb ist pharmazeutische Forschung gerade im Bereich der Rare Diseases unverzichtbar”, betonte FOPI-Präsident Bernhard Ecker.

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