Novartis gibt Sparte ab
© APA/AFP/Fabrice Coffrini
Der Pharmakonzern Novartis hat sich bereits aus dem OTC-Geschäft und der Augenheilsparte zurückgezogen.
HEALTH ECONOMY Redaktion 25.10.2018

Novartis gibt Sparte ab

Schweizer Pharmariese setzt Konzentration fort und gibt nun auch Antibiotika ab. Fokus auf personalisierte Medizin.

WIEN/BASEL. Der neue Novartis-Chef Vasant Narasimhan treibt die Fokussierung des Pharmariesen voran. Der Schweizer Konzern hat nach eigenen Angaben drei in der Entwicklung steckende Antibiotika an Boston Pharmaceuticals verkauft.

Novartis erhält eine Vorauszahlung und hat Anrecht auf weitere Meilensteinzahlungen sowie Lizenzgebühren, sollten die Medikamente auf den Markt kommen. Die Schweizer beteiligen sich zudem an zwei Tochterfirmen von Boston Pharmaceuticals, die die Entwicklung der Wirkstoffe vorantreiben sollen. Finanzielle Details wurden nicht offengelegt.

Neuausrichtung

Der seit Februar an der Novartis-Spitze stehende Narasimhan richtet das Unternehmen neu aus. Der Amerikaner setzt auf spezialisierte, auf Patienten abgestimmte Arzneien und neue Ansätze wie etwa die Gentherapie. Die Schweizer trennen sich von der Augenheilsparte Alcon, haben sich aus dem Geschäft mit rezeptfreien Arzneien zurückgezogen und ein US-Generika-Portfolio verkauft. Die Produktentwicklung gegen Infektionskrankheiten gehört zwar bei den weitverbreiteten Antibiotika-Resistenzen auch zu den großen Herausforderungen in der Medizin, ist aber nicht Kerngeschäft von Novartis. (iks)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL