WIEN. Innovations- und Weltraumminister Peter Hanke besuchte kürzlich Österreichs größten Raumfahrtzulieferer Beyond Gravity Austria an dessen Sitz in Wien-Meidling. Zahlreiche europäische und internationale Satelliten nutzen Produkte von Beyond Gravity Austria, darunter Navigationsempfänger und Thermalisolation. Auch Trägerraketen verwenden Technologie des Unternehmens.
Hightech made in Austria
Viele europäische und internationale Satelliten, etwa zur Beobachtung der Erde oder Raumsonden und Weltraumteleskope zur Erkundung des Universums, vertrauen auf Hochtechnologie aus Österreich. Die Satelliten werden durch Thermalisolation von Österreichs größtem Weltraumzulieferer Beyond Gravity Austria vor der extremen Hitze und Kälte im All geschützt. Die genaue Position vieler europäischer Umwelt- und Klimasatelliten wird durch Navigationsempfänger des Unternehmens bestimmt. Je genauer die Positionsbestimmung ist, desto genauer sind die Umwelt- und Klimadaten, die der Satellit zur Erde sendet.
Am Standort Wien und …
In Meidling entwickelt und produziert Beyond Gravity verschiedenste Weltraumelektronik, etwa Navigationsempfänger, sowie Steuerungsmechanismen für elektrische Satellitentriebwerke. In Wien ist Beyond Gravity zudem spezialisiert auf Hightech-Container für den Satellitentransport auf der Erde und Spezialgeräte für das Drehen und Wenden von Satelliten bei Arbeiten auf der Erde.
… am Standort Berndorf
An seinem zweiten Standort im niederösterreichischen Berndorf (Bezirk Baden) produziert das Unternehmen Thermalschutz für Satelliten und Trägerraketen. Fast alle Satelliten der europäischen Weltraumorganisation ESA werden durch Thermalisolation aus Berndorf vor der extremen Hitze und Kälte im All von üblicherweise +/−200° Celsius geschützt. Die Hochtemperaturisolation von Beyond Gravity Austria kommt bei der europäischen Rakete Ariane 6 zum Einsatz, die zuletzt Ende April ins All flog.
Für moderne Gesellschaft
„Satelliten im All sind essenziell für das Funktionieren unserer modernen Gesellschaft. Unsere Mobilität wäre etwa ohne Satelliten in der heutigen Form nicht möglich, Navigationssysteme im Auto oder die Verkehrsampeln verlassen sich auf Positions- und Zeitsignale aus dem All. Es ist beeindruckend zu sehen, welch wichtigen Beitrag Österreichs Raumfahrtindustrie zum Funktionieren etwa von Internet-, Wetter-, oder Navigationssatelliten sowie von Raumsonden zur Erforschung des Weltalls leistet“, sagte Innovations- und Weltraumminister Peter Hanke anlässlich seines Besuchs bei Beyond Gravity Austria an dessen Hauptsitz in Wien-Meidling und betonte: „Um diese Innovationen weiter zu stärken, haben wir Raum- und Luftfahrttechnologien in der Industriestrategie 2035 bewusst als eine von neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder definiert.“
Kurt Kober und Wolfgang Pawlinetz, die beiden Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria, ergänzten: „Der Weltraummarkt wächst stark. Unsere rot-weiß-rote Raumfahrttechnologie ist in Europa wie international enorm gefragt. Wir werden daher in den nächsten drei Jahren um mehr als 20 Prozent wachsen.“ (hk)
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