WIEN. Druid AI hat seinen „2026 AI Adoption Benchmark Report“ veröffentlicht. Die Analyse des KI-Software-Unternehmens basiert auf anonymisierten Produktivdaten aus dem Live-Betrieb von KI-Agenten, die über einen Zeitraum von 15 Monaten in den Bereichen Gesundheitswesen, Hochschulbildung, Finanzdienstleistungen sowie HR und IT erfasst wurden. Laut Druid AI zeigen die Ergebnisse Unterschiede zwischen verbreiteten Annahmen über die Fähigkeiten von KI und dem tatsächlichen operativen Nutzen.
Joseph Kim, CEO von Druid AI, sagt: „Es gibt zahlreiche Untersuchungen zum ‚State of AI‘, die jedoch nur die aktuelle Stimmungslage in Unternehmen in Bezug auf KI-Agenten widerspiegeln. Das ist gut, reicht uns bei Druid AI aber nicht aus. Wir sind überzeugt, dass man erst wirklich mehr erfährt, wenn man konkrete Anwendungsfälle von KI-Agenten in verschiedenen Unternehmensbereichen betrachtet. Mit unserer Studie machen wir genau das. Daran lassen sich klare Muster erkennen, was funktioniert und wie man KI-Agenten am besten erfolgreich in Arbeitsprozesse einbindet.“
Zentrale Einsatzbereiche
In allen vier untersuchten Branchen konzentriere sich der Einsatz von KI-Agenten laut Bericht auf häufig genutzte „Front-Door-Workflows“, darunter Kunden- und Studierendenbetreuung, Patientenzugang sowie betriebliche Abläufe.
Im Finanzdienstleistungssektor entfallen laut Analyse 90 Prozent des Einsatzgebietes auf diese drei Workflowtypen, im Bereich der Hochschulbildung 92 Prozent. Die Einführung von KI beginne demnach häufig bei zentral eingehenden Anfragen, bevor weitere Workflow-Orchestrierungen folgen.
Containment-Raten
Die sogenannten Containment-Raten, also jene Anfragen, die ein KI-System selbstständig ohne Weiterleitung an Menschen bearbeiten kann, unterscheiden sich laut Druid AI je nach Branche deutlich. Im Bereich Hochschulbildung liege die Containment-Rate bei 99 Prozent, im Bereich HR und IT bei 93 Prozent, im Gesundheitswesen bei 87 Prozent und bei Finanzdienstleistungen bei 80 Prozent.
Druid AI weist darauf hin, dass hohe Containment-Raten nicht das alleinige Ziel seien. Entscheidend sei vielmehr eine gesteuerte und regelkonforme Lösung, bei der KI passende Aufgaben automatisiert bearbeitet und komplexe Fälle an menschliche Mitarbeiter weiterleitet.
Unterschiedliche Nutzungsmuster
Die Auswertung der Produktivdaten zeigt laut Unternehmen zudem unterschiedliche Nutzungsmuster zwischen den Branchen. Im Gesundheitswesen, in der Hochschulbildung und bei Finanzdienstleistungen falle zwischen 29 und 39 Prozent der Nachfrage außerhalb regulärer Geschäftszeiten an. Im Bereich HR und IT liege dieser Wert hingegen bei sechs Prozent, während dort insbesondere Stoßzeiten am Vormittag eine Rolle spielen. Laut Druid AI verdeutlichen die Daten, dass der Business Case für KI jeweils an das konkrete Umfeld angepasst werden müsse. (red)