Spritpreise treiben Kosten und Frust bei Autofahrern nach oben
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RETAIL Redaktion 27.05.2026

Spritpreise treiben Kosten und Frust bei Autofahrern nach oben

WIEN. Die Preise für Diesel und Benzin sind infolge des Iran-Konflikts im März und April 2026 deutlich gestiegen. Laut Daten der Statistik Austria verteuerte sich Diesel im März um 22% und im April um 37% gegenüber dem Vorjahr. Benzin wurde im selben Zeitraum um durchschnittlich 12% beziehungsweise 17% teurer.

Eine aktuelle Erhebung des IHaM zeigt nun, wie stark die Preissteigerungen den Alltag vieler Autofahrer beeinflussen. Rund 39% der Autofahrer reduzieren aufgrund der hohen Spritpreise ihre Fahrten. Besonders betroffen sind Haushalte mit niedrigerem Einkommen: Während im unteren Einkommensquartil 48% ihre Autofahrten einschränken, sind es im oberen Einkommensquartil 32%.

Auch junge Fahrer bis 24 Jahre sowie Personen ab 65 Jahren reduzieren häufiger ihre Autonutzung. Pendler können dagegen oft nur eingeschränkt auf das Auto verzichten. Dennoch versuchen 34% der Pendler, ihre Fahrten wegen der hohen Spritkosten zu verringern.

Um Kosten zu sparen, passen viele ihr Verhalten an: 35% der Autofahrer fahren langsamer, 17% nutzen verstärkt öffentliche Verkehrsmittel und 18% steigen häufiger auf Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter um. Zudem bestellen 21% öfter online, um sich Einkaufsfahrten zu ersparen. Weitere 9% arbeiten häufiger im Home-Office.

Die Spritpreisbremse wird laut Studie unterschiedlich bewertet. Für 16% der Autofahrer stellt sie eine klare Entlastung dar. Weitere 37% sehen zwar grundsätzlich einen positiven Effekt, halten die Maßnahme angesichts der starken Preissteigerungen aber für zu gering. 31% bemerken kaum Auswirkungen im Alltag, während 16% die Spritpreisbremse generell nicht für sinnvoll halten.

Mit weiter steigenden Treibstoffpreisen rechnen drei Viertel der Befragten. Nur 7% gehen davon aus, dass die Preise in den kommenden Monaten wieder sinken werden. „Autofahrer akzeptieren die hohen Treibstoffpreise zunehmend zähneknirschend, weil sie vielfach keine realistischen Ausweichmöglichkeiten mehr sehen“, erklärt Studienautor Ernst Gittenberger. IHaM-Institutsvorstand Christoph Teller verweist zudem auf Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten: „Bereits 21% der Autofahrer geben an, wegen der hohen Treibstoffkosten häufiger online einzukaufen.“

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