•• Von Sascha Harold
WIEN. Die österreichweite Initiative „Alles Banane?“ hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Männergesundheit aus der Tabuzone zu holen und die Präventionsmedizin zu stärken. Entwickelt wurde die Kampagne von der bettertogether group im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie (ÖGU) sowie des Berufsverbands der Österreichischen Urologie (BVU). Mit einem Mix aus Humor, Aufklärung und gezielter Öffentlichkeitsarbeit soll gezielt Scham abgebaut werden.
Humor als strategischer Hebel
Urologische Themen sind in der Gesellschaft nach wie vor häufig mit Unsicherheit und Mythen behaftet. Um diesen Barrieren zu begegnen, setzt die Kampagne bewusst auf einen humorvollen Zugang. „Humor ist ein wichtiger Hebel, um Aufmerksamkeit für Themen zu schaffen, die häufig verdrängt oder aufgeschoben werden. Mit ‚Alles Banane?‘ haben wir bewusst einen Ansatz gewählt, der informiert, ohne zu belehren, und der Gesprächsanlässe schafft“, sagt Markus Zahradnik-Tömpe, Geschäftsführer der bettertogether group.
Die Kampagne greift bekannte Vorurteile und Mythen auf und vermittelt damit urologisches Fachwissen auf humorvolle Weise. Die Initiative klärt Fragen wie „Ist mein Penis zu klein?“, „Senkt Masturbation die Fruchtbarkeit?“ oder „Stimmt es wirklich, dass Männer immer Lust haben?“. Dass Unwissen in diesem Bereich weit verbreitet ist, weiß Mehmet Özsoy, Präsident des Berufsverbands der Österreichischen Urologie: „Tagtäglich erleben wir, dass urologische Themen nach wie vor mit Unsicherheit, Scham und zahlreichen Mythen verbunden sind.“
Klassische und digitale Medien
Um große Reichweite zu erzielen, setzt die Kampagne auf verschiedenste Kanäle. Neben der zentralen Website www.alles-banane.at, die fundierte Antworten liefert, setzt die Kampagne auf klassische und digitale Medien. Im öffentlichen Raum kommen etwa U-Bahn-Tafeln zum Einsatz, ergänzt wird das durch Social Media und andere digitale Kanäle, aber auch Vor-Ort-Information in den Ordinationen. „Gesundheitsinformationen müssen verständlich, relevant und leicht zugänglich sein. Unser Ziel war es, eine Kampagne zu entwickeln, die Menschen erreicht, Interesse weckt und gleichzeitig medizinisch fundierte Inhalte vermittelt. Gerade bei Prävention und Gesundheitsvorsorge ist es entscheidend, Hemmschwellen abzubauen“, so Carina Weiss, Gesundheitskommunikations-Expertin und Senior Consultant bei der bettertogether group.