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"Augustin" vergibt Reportagestipendium © Augustin

Bettina Fleischanderl und Christof Mackinger erhalten das 1. "Augustin"-Reportagestipendium.

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Bettina Fleischanderl und Christof Mackinger erhalten das 1. "Augustin"-Reportagestipendium.

Redaktion 07.10.2020

"Augustin" vergibt Reportagestipendium

Im 25. Jahr ihres Bestehens vergibt die Wiener Straßenzeitung "Augustin" zum ersten Mal ein Reportagestipendium in der Höhe von 2.000 Euro.

WIEN. Die ersten Augustin-Reportage-Stipendiaten wurden gekürt. 25 Teams, bestehend aus Journalisten und Fotografen, bewarben sich mit ihren Exposés zum Thema «Die Gesellschaft und wie es ihr geht» um das erste Augustin-Reportagestipendium. "Die Qualität der Einreichungen und die Vielfalt der Recherchethemen von der Einzelfallgeschichte in der Nachbarschaft bis zu den großen Fragen, denen die Welt sich stellen muss, hat uns sehr beeindruckt", sagt Augustin-Redakteurin Lisa Bolyos.

Alltag einer Transfrau nach der Haft
Die dreiköpfige Jury ­– die Journalistin Alexandra Stanić, Christine Grabner, Chefredakteurin der Kärntner Straßenzeitung kaz., und der Fotograf Robert Davis – ließ sich von der Fotografin Bettina Fleischanderl und dem Journalisten Christof Mackinger überzeugen, die für ihre Story M., eine aus dem Maßnahmenvollzug entlassenen Transfrau, im Alltag nach der Haft begleiten. "In welcher Verfassung spuckt der österreichische Strafvollzug eine Insassin aus, die viele Jahre lang hin- und hergeschoben, mit Begünstigungen befördert und mit Ordnungsstrafen wieder zurückgeworfen wurde?", fragen Fleischanderl/Mackinger in ihrem Exposé, das sie nun mit dem Augustin-Stipendium von 2.000 € umsetzen können. "Das Konzept besticht durch eine kritische Haltung, eine spannende Protagonistin und eine hochaktuelle Geschichte", schreibt die Jury in ihrem Statement. Die Reportage wird im Frühjahr 2021 im Augustin zu lesen sein.

Journalismusförderung zum 25. Geburtstag
Mit dem Reportagestipendium mache sich der Augustin selbst ein Geschenk zum 25. Geburtstag. "Der Augustin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Armut und Marginalisierung zu politisieren und ihren gesellschaftlichen Ursachen auf den Grund zu gehen", so die Augustin-Redaktion. Das nächste Augustin-Reportagestipendium wird 2021 ausgeschrieben. (red)

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