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#calmdowninternet © Zara/Tunnel23

Smart Eine Software von Tunnel23 durchsucht Twitter nach Hasspostings und kommentiert diese mit einem beruhigenden ASMR-Video.

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Smart Eine Software von Tunnel23 durchsucht Twitter nach Hasspostings und kommentiert diese mit einem beruhigenden ASMR-Video.

Redaktion 29.03.2019

#calmdowninternet

Tunnel23 und der Verein Zara gehen gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz gegen Hass im Netz vor.

WIEN. Der Verein Zara – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit setzt gemeinsam mit der digitalen Kreativagentur Tunnel23 ein Zeichen gegen Hass im Netz. Dazu wurde ein KI-gestütztes System entwickelt, das Twitter nach Hasspostings durchsucht. Diese wurden mit beruhigenden, selbstproduzierten Autonomous sensory meridian response-(ASMR)-Videos unter dem Hashtag #calmdowninternet kommentiert. Seit Beginn der Kampagne wurden mehr als 1.000 Postings beantwortet.

Twitter-Offensive

Hass im Netz, insbesondere auf Social Media, ist ein heiß diskutiertes Thema. Die kreativen Köpfe von Tunnel23 haben sich mit dem Verein Zara zusammengeschlossen, um in einer gemeinsamen Twitter-Offensive ein Zeichen gegen das hetzerische Diskussionsklima zu setzen.

Unter dem Hashtag #calmdowninternet starteten sie eine breit angelegte Kampagne mit dem Ziel, die aufgeheizte Stimmung zu entspannen und Menschen für ihre eigenen Hassbotschaften zu sensibilisieren.
Um auf die Vielzahl an Hasspostings auf Twitter zu reagieren, entwickelte Tunnel23 ein KI-gestütztes System, das aggressive und hetzerische Tweets automatisch identifiziert.

Suche nach Hass im Netz

Anhand vordefinierter Keywords durchsucht die Software Twitter nach potenziellen Hasspostings, die anschließend mit einer Sentimentanalyse überprüft werden. Handelt es sich um einen negativen Beitrag, kommentiert der Algorithmus das Posting mit einem beruhigenden, selbstproduzierten ASMR-Video; ASMR beschreibt einen Zustand der völligen Entspannung, ausgelöst durch Geräusche oder visuelle Reize.

Mit über 9,6 Mio. Videos auf YouTube sind die beruhigenden Clips mittlerweile zu einem regelrechten Internetphänomen geworden. Erste Studien konnten nachweisen, dass die entspannende Wirkung von ASMR-Videos die Pulsfrequenz senkt.

Im Sinne der Gesellschaft

„Mit Zara haben wir den idealen Partner gefunden, um diese innovative Awareness-Kampagne umzusetzen und gegen den Hass im Netz vorzugehen. Der Case zeigt eindrucksvoll, wie man Künstliche Intelligenz im Sinne der Gesellschaft nutzen kann”, so Michael Katzlberger, Geschäftsführung von Tunnel23.

Schnelle Reaktion

Bereits wenige Tage nach dem Start der Kampagne wurden über 1.000 Hasspostings mit beruhigenden ASMR-Videos beantwortet.

Die Autoren der Beiträge zeigten sich merkbar überrascht von der schnellen Reaktion; infolgedessen wurde eine Vielzahl an Hass-Tweets gelöscht.
Zusätzlich konnten zahlreiche positive Kommentare generiert werden, in denen die Hass-Poster auf die ASMR-Videos mit Humor konterten. Der Hass im Netz wurde somit Schritt für Schritt minimiert. Derzeit ist die Kampagne jedoch offline, da der Twitter-Account von Zara vorübergehend gesperrt war.

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