WIEN. Rund 100 Tage vor Beginn des Eurovision Song Contest 2026 in Wien hat der ORF im Rahmen eines Medienupdates die Hosts der drei Liveshows präsentiert. ORF-Programmdirektorin Stefanie Horowitz Groiss betonte, dass vor der Entscheidung zunächst das kreative Konzept stehen musste: „Natürlich ist diese Frage wichtig, aber wir mussten vorher das Konzept wissen, weil die Tonalität dieser ganzen Show sich daraus manifestiert.“ Ziel sei eine Mischung aus großer, glamouröser Bühne und österreichischem Charme – kurz zusammengefasst: „Fad wird’s net,“ so die Programmdirektorin.
Die beiden Moderatoren der Shows, Victoria Swarovski und Michael Ostrowski, lernten sich erst kurz vor der Präsentation persönlich kennen – aber dafür mit sofortiger Sympathie. Swarovski über die Chance, den ESC moderieren zu dürfen: „Ich fühle mich wirklich sehr geehrt. Das ist die größte Live-Show der Welt mit 170 Millionen Menschen.“ Sie verriet auch, dass die Begeisterung für den ESC sie bereits seit Kindheitstagen begleitet: „Seit ich Kind bin sind alle zusammengesessen vor dem Sofa und haben als Familie die Show geschaut.“
Ostrowski schilderte hingegen den Moment der Anfrage – er war gerade kurz davor beim Zahnarzt, als ihn der Anruf erreichte: „Man spürt es im Bauch sofort, wenn man es machen will.“ Besonders wichtig sei ihm, dass Persönlichkeit gefragt ist: „Ich glaube, das ist bei einer Moderation essenziell, dass man die Menschen, die da stehen, auf der Bühne, so wie sie sind, schätzt.“ Und auch die Programmdirektorin des ORF Stefanie Groiss-Horowitz zeigte sich überzeugt vom Duo: „Für uns seid ihr das Paar, das sich perfekt ergänzen kann, sehr viel Neues mitbringt, sehr viel Frische, sehr viel Energi,“, so Groiss-Horowitz zu den beiden.
Neben der Präsentation der Moderatoren gaben mehrere ORF-Verantwortliche Einblicke in den aktuellen Stand der Vorbereitungen. ORF-Generaldirektor Roland Weissmann berichtete von der ersten Welle des Ticketverkauf, der wenige Tage vor der Präsentation des Moderationsduos erfolgreich über die Bühne gegangen war: „Innerhalb von 14 Minuten war das Finale verkauft und innerhalb von 20 Minuten die beiden Halbfinale. Also es ist alles weggegangen. Innerhalb von 40 Minuten war es vorbei.“ Zugleich kündigte er an: „Einen kleinen Spoiler kann ich schon anbringen: Es wird noch einmal Tickets geben.“
Weissmann verriet auch, dass das ORF Radio-Symphonieorchester Wien beim heurigen ESC einen besonderen Akzent setzen werde. Es werde nicht nur beim Finale am 16. Mai auftreten, sondern auch bei der Opening Ceremony am 10. Mai spielen, so der Generaldirektor. Und: Auch junge Menschen sollen aktiv eingebunden werden. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium wird ein österreichweiter Kreativwettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren organisiert. Die besten rund 300 Jugendlichen aus allen Bundesländern werden zum ESC nach Wien eingeladen.
Die nationalen Partner wurden von ORF-Kaufmännischer Direktorin Eva Schindlauer präsentiert; genannt wurden A1, Wutscher, Omoda & Jaecoo, Wien.info, Spar, Österreichische Lotterien, Ottakringer, XXXLutz, Volksbank und ÖBB als National Mobility Partner.
ESC-Executive-Producer Michael Krön berichtete von einem großen internationalen Produktionsmeeting am ORF-Mediencampus, welches ebenfalls vor wenigen Tagen stattgefunden habe: „Hier reden wir von Champions League. Also da sind viele Filmpreise, internationale BAFTA Awards in diesem Raum gesessen.“ Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus aller Welt wurden Abläufe, Logistik und Raumkonzepte in der Wiener Stadthalle detailliert geplant. Auch die Zahl der Freiwilligen sei beeindruckend: Bewerber aus allen Altersgruppen sprechen laut Krön 44 Sprachen und werden als Volunteers beim ESC im Einsatz sein.
Auch ESC-Kommentator Andi Knoll wird wieder eingebunden, nicht als Moderator der Live-Shows auf der Bühne – etwas, das von vielen ESC-Kennern erwartet wurde – aber er kommentiert die Shows im Fernsehen, wie bisher und genau so, wie die TV-Sendungen im Vorlauf des ESC.
Mit ausverkauften Shows, internationaler Produktion, prominenten Hosts und starker Partnerlandschaft nehme der ESC 2026 in Wien damit klar Fahrt auf, so die Beteiligten abschließend. (red)
