WIEN. „Silent Hero“, so nennt Geschäftsführerin Magdalena Hankus den „Experience Manager“ bei Hankus3Sixty im Gespräch mit medianet. Sie beschreibt Event-Management im Sinne ihrer Firma wie einen Schwan: „Über Wasser gleitet er elegant dahin, aber unter der Oberfläche paddeln die Füße mit einer unvorstellbaren Frequenz.“ Oder anders gesagt: Vom Rundherum sollen die Gäste nichts mitbekommen. Das setzen Hankus und ihr Team speziell bei Netzwerkveranstaltungen, Jubiläen, Konferenzen und Debatten um: „Es geht immer darum, Silos aufzubrechen und interdisziplinäre Synergien zu schaffen. Wir schaffen Räume, in denen Vertrauen die Währung ist.“ Konkret bedeutet der Mix beispielsweise, Wissen zu vermitteln, das man nicht googeln kann: „Ein Beispiel ist der Technology Impact Summit (TIS) in Graz. Dort reproduzieren wir keine Whitepaper. Es ist exklusives Insider-Wissen, das oft nur ‚off the record‘ im direkten Gespräch fließt.“
Dazu brauche es auch eine Location, in der die Besucher sich daheim fühlen und ihre Emotionen spüren könnten. Publikumseinbindung und Pro-und-Kontra-Debatten gehören ebenfalls dazu – und am Ende geht es ihr bei den Speakern um „Opinion Leader, die echte Probleme in der ‚Real World‘ gelöst haben.“
Blick auf die Zukunft
Die Erfahrung vom Eurovision Song Contest 2015 zeigt ihr: Ob 200 Millionen Zuschauer oder ein Firmenjubiläum – Präzision, kurze Dienstwege und kühler Kopf sind entscheidend. Auf dieser Basis setzte sie in den vergangenen Jahren u.a. neben dem TIS in Graz auch das 100-jährige Firmenjubiläum bei Phönix Contact und das zehnjährige Jubiläum des brutkastens um.
Die Planung für die kommenden Events ist schon voll im Gange. Der wichtigste Trend hierbei: je digitaler die Welt, desto wertvoller das Echte. Das besondere Asset ihrer Firma ist aus ihrer Sicht ihre Herkunft, eine „gute Mischung aus polnischer Direktheit und Wiener Eleganz. Die polnische Seite sorgt für das ‚Getting things done‘, wir sind pragmatisch, effizient und radikal ehrlich, wenn es ums Budget geht. Die Wiener Seite liefert die ‚Kaffeehaus-Diplomatie‘.“ Das hilft in Hochdruckphasen. Ihr Schlusspunkt: „ Wir managen Events nicht nur, wir inszenieren sie nach einem 360-Grad-Drehbuch.“ (gs)
Stark positioniert
Bereits im Vorjahr startete die Buwog im Bereich Projektentwicklung als einer der ersten Bauträger wieder voll durch und setzte auch in der Bestandsbewirtschaftung neue Maßstäbe.
