Qualität schlägt Masse
© Martin Steiger
Thomas Kenyeri präsentiert den Brand Experience Trend­report 2026.
MARKETING & MEDIA Redaktion 30.01.2026

Qualität schlägt Masse

Der Kesch-Trendreport stellt ein Novum fest und beschreibt, ­worauf es bei den Events im Jahr 2026 ankommt: Experience.

WIEN. Die Event- und Brand-Experience-Branche erlebt „The Age of Meaningful Experiences“. Das ist der Titel des Kesch-Trendreports 2026 und somit das, worum es im Livemarketing heutzutage geht. „Events sind längst keine reinen Touchpoints mehr. Sie sind Kultur, sie sind Identität, sie sind Community – und sie sind Wachstum“, schreibt Thomas Kenyeri, Kesch-CVO und Founder, im Vorwort des Reports.

Dies sei kein Echokanal, sondern beantwortet laut ihm Fragen wie: Was bewegt uns? Was verändert sich gerade wirklich? Welche Entwicklungen sind Buzzwords – und welche sind gekommen, um das Eventdesign nachhaltig zu transformieren? Um das bestmöglich zu beantworten, befragte man 35 führende europäische Eventagenturen aus dem Best Event Industry Club-Netzwerk.

Parallel wurden aktuelle Studien ausgewertet, wie etwa der Mastercard Economic Institute Report oder der Northstar Meeting Industry Pulse Survey und viele mehr. „Noch nie zuvor haben wir so intensiv, so global und so datengestützt recherchiert“, so Kesch.

Die Trends im Überblick
Das Ergebnis: zehn zentrale Trends, die die Branche beeinflussen. medianet listet die Kesch-Headlines auf und liefert eine Kurzbeschreibung. Tiefere Insights und Empfehlungen sind dem Report unter kesch.com/blog/trendreport2026 zu entnehmen:

• Generational Change: Eine One-size-fits-all-Lösung funktioniert nicht, es braucht Mikro-Communitys. Erstmals werden einander fünf Generationen auf Events begegnen.
• AI Becomes Reality: Von personalisierten Agenden, über smartes Networking, bis hin zu KI-gestützten Crowd-Flow-Analysen werden Events effizienter, persönlicher und ganzheitlich datengetrieben.
• Small Is the New Luxury: Executive Dinners, Micro-Events und Boutique-Formate können als kleine Formate große Events ersetzen. Sie schaffen Nähe und einen höheren Business-Impact.
• Creativity First: Die Terminkalender füllen sich schnell, deshalb sind überraschende, emotionale und interaktive Erlebnisse wichtiger als die Größe.
• Sustainable Impact Events: Nachhaltigkeit wird konkret, messbar und Teil des Eventdesigns. Man bewegt sich weg von symbolischen Gesten hin zu nachweisbarem Impact.
• Content Is King: 40% der Teilnehmenden kommen wegen der Inhalte. Keynotes, authentische Speaker und kontroverse Diskussionsrunden entscheiden. Das ist auch etwas, was Sponsoren nutzen können.
• Networking Builds the Kingdom: Kleine Circles, thematische Meetups oder aktivitätsbasiertes Networking ermöglichen tiefen Austausch.
• Employee Experience: Events sind nicht nur nach außen gerichtet, sondern sind auch intern Kultur- und Wachstums­treiber; von Onboardings bis zu Learning Festivals sind sie ein wichtiger Puzzle-Stein in hybriden Arbeitswelten.
• Deliver Results: Traditionelle ROI-Kennzahlen greifen in der heutigen Eventlandschaft oft zu kurz – Emotionen sind entscheidender.
• The Event Manager Is Dead – Long Live the Experience ­Designer: Eventmanager verbinden heutzutage Storytelling, Technologie, Daten und Nachhaltigkeit zu einer Gesamterfahrung.

Leichter Optimismus
Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Qualität die Quantität schlägt. Neben diesen globalen Trends zeigen sich allerdings auch regionale Unterschiede, die für die strategische Planung von Events relevant sind: Während Europa stärker auf Stabilität, Erlebnisqualität und langfristige Beziehungen setze, agierten US-Märkte stärker performance- und ROI-orientiert.
Letztlich blickt die Branche laut dem Report trotz verschiedener Herausforderungen vorsichtig optimistisch auf 2026 und plant überwiegend mit stabilen oder wachsenden Eventzahlen. (gs)

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