Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli
SCHRECKENSHERRSCHAFT. „The Land of the Free“ war einmal. Die USA bzw. die aktuelle Führung unter Trump schafft es in einem Tempo, in den Vereinigten Staaten ein Klima der Angst zu erzeugen, dass einem regelrecht die Spucke wegbleibt. Der berühmte erste Zusatzartikel in der US-Verfassung, der sogenannte „First Amendment“, in dem klar geregelt ist, dass der Kongress keine Gesetze erlassen darf, die die Meinungsfreiheit einschränken, war eine Art heiliger Gral für alle US-Bürgerinnen und Bürger. Den kennt jeder in den USA und jeder weiß ihn zu zitieren und sich darauf zu berufen.
Nun scheint er nicht mehr zu gelten, beziehungsweise scheint es so, dass ein Teil der Bevölkerung ihn für einen anderen Teil der Menschen – „die anderen“ –, die in den USA leben, zumindest nicht mehr gelten lassen wollen. Und Trump lebt es täglich vor: Jeder, der gegen ihn ist, ist gegen die Interessen der USA. Ein gefährliches Mantra, welches immer mehr Anklang findet.
Und um es noch gefährlicher zu machen, könnte es sein, dass er dabei sogar von sozialen Plattformen wie TikTok Unterstützung erhält, wenn es darum geht, andere Meinungen als die seine zu unterdrücken.
Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat eine Untersuchung angekündigt, nachdem immer mehr Beschwerden von Userinnen und Usern der Plattform aufgetaucht sind, dass es zum Teil unmöglich war, Trump-kritische Inhalte zu posten – etwa zu den ICE-Einsätzen in Minneapolis.
Bei TikTok räumte man sogar ein, dass es zum Teil „technische Schwierigkeiten“ gegeben habe. Zurückzuführen seien diese auf Stromausfälle in diversen Netzwerkzentren.
Klar, klingt auch logisch, dass jetzt der elektrische Strom dafür verantwortlich ist, wenn bestimmte Inhalte unter Umständen nicht mehr gepostet werden können.
Oder, um es mit den Worten des damaligen FPÖ Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer zu sagen: „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich sein wird.“
