Industrie kritisiert wachsenden Preisdruck
© Novartis
Die Pharmaindustrie will unab­hängiger von Asien werden.
HEALTH ECONOMY Redaktion 13.03.2026

Industrie kritisiert wachsenden Preisdruck

WKO fordert Kurskorrektur bei Arzneimittelversorgung Richtung „Made in Europe“.

WIEN. Die anhaltenden Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind kein Zufall und kein kurzfristiges Phänomen. Im Pharmaausschuss des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) diskutierten führende Vertreter innovativer und generischer Pharmaunternehmen die strukturellen Ursachen und notwendige Konsequenzen. Die zentrale Erkenntnis: Das derzeitige System priorisiere Kostendämpfung, während Versorgungssicherheit kein gleichrangiges Ziel ist.

Politik ist gefordert
Der FCIO spricht sich daher für eine Weiterentwicklung der Preis- und Erstattungsmechanismen aus. Europäische Fertigung und belastbare Lieferketten dürfen nicht länger als nachrangige Faktoren behandelt werden, sondern müssen bei der Erstattung eingepreist werden, wie es auch das von der EU geplante „Made in Europe“-Prinzip vorsieht. „Die Politik muss sich entscheiden, was Priorität hat“, betont Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des FCIO. „Dauerhafter Preisdruck und stabile Lieferketten schließen einander aus.“ (rüm)

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