•• Von Sabine Stehrer
WIEN. Mit dem Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) zählt das größte Krankenhaus Österreichs zu den Spitälern des Wiener Gesundheitsverbunds (Wigev). Hinzu kommen noch die Kliniken Donaustadt, Favoriten, Floridsdorf, Hietzing, Landstraße und Ottakring: Macht insgesamt sieben Krankenhäuser, die der Wigev betreibt. Der Verbund sei damit Österreichs größter Gesundheitsdienstleister, hieß es nun bei seiner Jahresbilanz-Pressekonferenz.
Dort wurden auch weitere Daten präsentiert. So wurden laut Wigev-Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb 2025 mehr Menschen in den Kliniken behandelt, als 2024. Mit 131.056 fanden 2.263 Operationen mehr OPs statt. 30% aller Operationen wurden akut, binnen 48 Stunden, durchgeführt. Mit 244.548 wurden um 941 Patienten mehr stationär behandelt. Die Zahl der ambulant Behandelten blieb indessen mit rund 5,2 Millionen stabil.
86% der Patienten kamen übrigens aus Wien, rund zehn Prozent aus Niederösterreich, 1,6% aus dem Burgenland und 0,6% aus dem Ausland. Vor allem Letztere hätten im Wesentlichen Spezialambulanzen aufgesucht.
Die Stadtpolitik hatte zuletzt die hohen Zahlen an Gastpatienten aus anderen Bundesländern kritisiert. Etwa 211.000 Patienten wurden im Vorjahr mit der Rettung in die Kliniken gebracht, zumindest hatten diese rund 211.000 Rettungsfahrten zu bewältigen. Das heißt wiederum, dass alle zweieinhalb Minuten eine Wigev-Klinik von einer Rettung angefahren wurde.
In den Kliniken anzutreffen waren Angehörige von 75 verschiedenen Berufsgruppen, wobei die drei größten Gruppen das Pflegepersonal, das Betriebspersonal und die Ärzte waren. Insgesamt waren im Vorjahr 8.343 Stellen besetzt. Auch war der Wigev der bundesweit größte Ausbildner für Gesundheitsberufe.
Hohe Investitionen
Trotz Spardrucks werde das bis 2040 geplante Modernisierungsprogramm weitergeführt, berichtete Generaldirektorin-Stellvertreter Herwig Wetzlinger. Dabei werden hohe Investitionen getätigt: Allein bis 2030 fließen noch 3,3 Mrd. € in die klinische Infrastruktur. 2025 bereits fertiggestellt wurde der Zubau des Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation der Klinik Favoriten.
