WIEN. Österreichische Herstellermarken haben sich zum 30. Mal zu einer gemeinsamen Markenartikelkampagne zusammengeschlossen. Die Initiative besteht seit drei Jahrzehnten und basiert laut Markenartikelverband auf der Überzeugung, dass Marken über funktionale Eigenschaften hinaus einen praktischen, faktischen und emotionalen Mehrwert für Konsumenten bieten. Gerade in Phasen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Unsicherheit komme stabilen Werten besondere Bedeutung zu.
Mehrwert, Qualität und Orientierung
Günter Thumser, Geschäftsführer des Markenartikelverbandes, erklärte: „Markenhersteller sichern Qualität, Innovation und Versorgungssicherheit – gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Sie investieren kontinuierlich in nachhaltige Produkte, hohe Standards und verlässliche Leistungen für Konsumentinnen und Konsumenten.“
Josef Braunshofer, Präsident des Markenartikelverbandes, ergänzte: „Wenn Konsum nur über den Preis definiert wird, gehen Vielfalt und Wahlfreiheit verloren. Marken-Originale geben Orientierung, schaffen Vertrauen und halten den Wettbewerb über Leistung lebendig – nicht über kurzfristige Billiglogik.“
Auch aus Sicht der Hersteller verwies Stefan Schauer, Geschäftsführer von Staud’s, auf den Stellenwert von Markenprodukten: „Markenprodukte sind der wahre Maßstab für Qualität unserer Zeit – nicht im Preis, sondern im Wert. Sie stehen für Qualität, Handwerk, Herkunft und kulturelle Bedeutung. Gerade österreichische Marken sind weit mehr als Konsumgüter: Sie sind Geschmacks- und Kulturbotschafter.“
Kampagnenidee und Umsetzung
Die aktuelle Gemeinschaftskampagne greift den steigenden Wettbewerbsdruck zwischen Handels- und Herstellermarken auf und thematisiert die Frage, welchen tatsächlichen Wert ein Produkt bietet. Das von Demner, Merlicek & Bergmann entwickelte Kampagnenkonzept arbeitet mit dem Bild klassischer Steckpuppen, die unterschiedliche Konsumenten und Lebenssituationen darstellen, in denen Markenprodukte präsent sind.
Die Kampagne ist auf Plakaten, Citylights, in Zeitschriften, online, in sozialen Medien sowie im Radio zu sehen und zu hören. Mariusz Jan Demner, Chairman der Demner.Group, sagte dazu: „Im Zeitalter der KI haben Marken mit Kultstatus klare Vorteile gegenüber Handelsmarken. Während KI dort vor allem Effizienz und Preisvergleich verstärkt, profitieren starke Marken von Identität, Haltung und emotionaler Bindung. KI optimiert Aufmerksamkeit – Kultstatus entsteht durch Emotion.“
Jürgen Vanicek, Geschäftsführer von Demner, Merlicek & Bergmann, betonte: „In einer Welt, in der vieles simuliert werden kann, bleibt eines nicht kopierbar: gelebte Markenqualität. Sie entsteht aus unternehmerischer Verantwortung, Investition und Haltung – und aus dem Anspruch, Bedeutung zu schaffen statt bloß Aufmerksamkeit. Marken mit Substanz werden nicht gemacht, sie wachsen.“ (red)
