BADEN. Die zweite Ausgabe des Krypto-Barometers des Online Research Instituts Marketagent zeigt eine weiterhin zurückhaltende Haltung der österreichischen Bevölkerung gegenüber Kryptowährungen. Trotz medialer Präsenz und zwischenzeitlicher Kursgewinne dominiere Skepsis, Vertrauen und Investitionsbereitschaft veränderten sich nur langsam.
Bei einem hypothetischen Investment-Budget von einer Million Euro würden im Schnitt 9,7 Prozent in Kryptowährungen fließen. Immobilien kämen auf 37,3 Prozent, Gold und Edelmetalle auf 24,7 Prozent. 43 Prozent der Befragten würden laut Studie kein Geld in Bitcoin und andere Kryptowährungen investieren.
Vertrauen bleibt gering
26,2 Prozent der Befragten stehen Kryptowährungen sehr oder eher positiv gegenüber, 40 Prozent äußern eine negative Haltung. 35,4 Prozent empfinden Bitcoin und Co. als vertrauenswürdig. Männer sowie jüngere Generationen zeigen sich der Erhebung zufolge offener.
65,2 Prozent sehen hohe Risiken durch Kursschwankungen, 61,7 Prozent befürchten Betrug oder Cyberkriminalität. 60 Prozent verweisen auf Sicherheitsrisiken beim Verlust von Zugangsdaten. 27,8 Prozent glauben an eine langfristige Etablierung als Zahlungsmittel. Für 48 Prozent überwiegen insgesamt die Nachteile, 22,9 Prozent sehen mehr Vorteile, 29 Prozent bewerten das Verhältnis als ausgeglichen.
Wissen steigt leicht, Investitionsbereitschaft stagniert
Der Anteil jener, die ihr Wissen über Kryptowährungen als sehr oder eher gut einschätzen, stieg von 31,8 auf 35,3 Prozent. Gleichzeitig geben 64,7 Prozent an, sich eher schlecht auszukennen. 43,9 Prozent können sich grundsätzlich vorstellen, in Kryptowährungen zu investieren. Am höchsten ist die Investitionsbereitschaft bei Männern mit 52,9 Prozent und bei Befragten aus der Generation Z mit 57,3 Prozent. In der Schweiz liegt dieser Wert bei 57 Prozent. Bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin mit 78,8 Prozent. Ethereum folgt mit 32,9 Prozent, Dogecoin mit 21,2 Prozent.
„Kryptowährungen haben sich 2025 weiter professionalisiert, in den Köpfen der Österreicherinnen und Österreicher kommt diese Entwicklung jedoch nur bedingt an. Zwar wächst das Wissen langsam, doch Vertrauen und Akzeptanz bleiben auf niedrigem Niveau. Bitcoin & Co. sind weiterhin eher Spekulationsobjekt als Alltagsinvestment“, fasst Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent, zusammen. (red)
