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Mediennutzung im Wandel © www.christian-husar.com
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Tina Kasperer 01.06.2018

Mediennutzung im Wandel

Jede außergewöhnliche Umsetzung von Mediaplanung wird ermöglicht durch außergewöhnliches Engagement von Agenturen und Medien.

Gastbeitrag ••• Von Tina Kasperer

WIEN. Über Jahrzehnte war und bin ich CEO von Mediaagenturen – denn Mediaplanung war und ist meine Profession –, aber seitdem ich Veranstalterin des Media Award bin, habe ich die Gelegenheit, meinen Blick auf die Bewertung von Mediaplanung zu schärfen. Mittlerweile auch schon seit fünf Jahren …

Zuallererst ist die Frage: Kann man so etwas Abstraktes wie Mediaplanung überhaupt für eine Einreichung extrahieren, beurteilen, auszeichnen? Und weshalb ist es wichtig, das überhaupt zu tun?
Es ist jedes Jahr aufs Neue eine spannende und herausfordernde Aufgabe, die besten medialen Umsetzungen bewerten zu lassen und auszuzeichnen – denn es geht viel mehr, als um die Übergabe von Trophäen an die Top-Gereihten.
Ich denke, es geht sehr stark auch um das sich ständig ändernde Selbstverständnis einer Branche. Um Medien und Mediennutzung im Wandel. Und darüber hinaus – Mediennutzung betrifft uns alle ganz persönlich, jeden Tag, jede Stunde. Als aktive Nutzer oder als Individuen in einer Gesellschaft, die stark von Abbildungen und Reflexionen in den Medien geprägt wird.
Durch den Media Award bekomme ich jedes Jahr eine Standortbewertung der Branche. Es ist spannend, die Entwicklungen zu sehen: Was hat sich im letzten Jahr auf der Seite der Medien getan? Wie haben die Sozialen Medien an Einfluss gewonnen? Hat sich ein Bezahlsystem für Onlinenachrichtendienste entwickelt? Nimmt die Stärke der Printmedien zu – und in welchem Zusammenhang? Wächst Fernsehen parallel dazu?

Die Entwicklung bleibt offen

Und wie kommt all das in der Mediaplanung an? Fast gar nichts im Bereich der Mediennutzung lässt sich von Jahr zu Jahr vorhersagen. Wer kann heute sagen, was und wo in einem Jahr gestreamt wird; ob WhatsApp stärker oder schwächer wird; ob Printmedien in der aktuellen politischen Situation auf- oder abgewertet werden. Es bleibt eine spannende, offene Entwicklung, die noch dazu unser aller Leben jeden Tag nachhaltig beeinflusst.

Mediennutzung war und ist immer hoch politisch; ein starker gesellschaftlich prägender Faktor; und ist in stetiger und permanenter Entwicklung. Spiegel und Motor von gesellschaftlichen Entwicklungen gleichzeitig.

PR: Professionelles Handwerk

Die Basis der Mediaplanung bleibt dennoch hochprofessionelles Handwerk – vollendet mit Innovationsgeist und Inspiration. Jede außergewöhnliche Umsetzung von Mediaplanung wird ermöglich durch außergewöhnliches Engagement von Agenturen und Medien. Wir alle wissen: Nichts wäre einfacher und risikoloser als eine „Standard”-Planung.

Es aber anders zu machen, besser, cleverer und mit viel Pioniergeist – das ist unsere Herausforderung im Alltag. Oft geht es hier auch um das Nachrücken der Jungen, die oft ganz unbefangen an die Aufgabe der Planung herangehen, alles neu sehen und bewerten und auch Dinge einfach einmal ausprobieren. Altbewährtes ist eben nicht immer das Richtige; weiter geht es oft nur mit einer frischen und neuen Sicht auf die Dinge.
Deshalb freut mich auch der Ranking Platz Nr. 7 für meine Agentur Allmediabizz beim jährlichen xpert-Ranking. Wir bleiben ganz dicht dran – an gesellschaftlichen Entwicklungen, Medianutzung und ständiger Optimierung der Planungsmöglichkeiten.


Tina Kasperer ist Eigentümerin der Mediaagentur Allmediabizz GmbH, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der FH St. Pölten und seit 2013 Veranstalterin des Media Award.

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