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Von Mars-Rover bis App-Diagnostik © Beyond Gravity

Space-Tech In den beiden Werken von Beyond Gravity entstanden Teile für das James Webb-Teleskop und den nächsten Mars-Rover.

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Space-Tech In den beiden Werken von Beyond Gravity entstanden Teile für das James Webb-Teleskop und den nächsten Mars-Rover.

Redaktion 21.10.2022

Von Mars-Rover bis App-Diagnostik

Im „Weltmeister Österreich 2023” kommen einige der spannendsten Hochtechnologie-CEOs zu Wort.

WIEN. Österreich ist ein guter Boden für Start-ups und Hightech-Unternehmen. Das ergab sich aus einigen der 31 Interviews, die im demnächst erscheinenden „Weltmeister Österreich – Das Buch zum Wirtschaftsstandort 2023” (media-net Verlag) nachzulesen sind. Ob im Weltraum oder in der Diagnostik – heimische Firmen machen vermehrt international auf sich aufmerksam.

Österreich im Weltraum

In den beiden Werken von Beyond Gravity entstanden Teile für das James Webb-Teleskop und den nächsten Mars-Rover. „Für die ,Ariane 6' liefern wir einen Kardan-Mechanismus für die Oberstufe”, erzählt CEO Manfred Sust. „Das ist extrem spannend, denn er befindet sich zwischen dem Tank und dem Triebwerk der Oberstufe. Er sorgt dafür, dass das Triebwerk ganz genau ausgerichtet werden kann, damit die Rakete jenen Punkt im Orbit erreicht, den sie erreichen soll. Der Flüssiggas-Treibstoff ist extrem kalt, und das Triebwerk wird heiß. Diese hohe Temperaturdifferenz wird durch unseren Mechanismus, der fehlerfrei funktionieren muss, überbrückt.” Zudem liefert Beyond Gravity für die „Ariane 6” die Thermalisolationsmatten, die die Rakete vor den heißen Auspuffgasen der verschiedenen Raketenmotoren schützen: „Mit ähnlichen Produkten tragen wir auch zur ,Vega E'-Rakete bei.”

Screening-App für Hautkrebs

Die Tricorder aus „Star Trek” brachten Michael Tripolt, CEO von Medaia, auf die Idee zur Entwicklung einer App, die mittels Handy-Fotos bestimmte Typen von Hautkrebs erkennen kann. „Ich bin Hautarzt und spezialisiert auf Hautkrebs. Ich hatte sehr junge Patienten mit sehr ausgedehnten Hauttumoren. Das ist immer ein Thema der Früherkennung. Die 30- bis 40-Jährigen gehen nicht regelmäßig zum Arzt, das beginnt erst mit etwa 60 Jahren. Zum anderen sind mein Co-Founder und ich ‚Star Trek'-Fans, wo es diesen Tricorder gibt, mit dem man den Körper scannt und alles erfährt. Wir haben den Prototypen eines neuralen Netzwerks entworfen und programmiert bzw. programmieren lassen. Die ersten Tests mit Bildern aus medizinischen Büchern ergaben eine Trefferquote von mehr als 70 Prozent.” Bei der klinischen Verwendung stellte sich heraus, dass eine Genauigkeit von 95% erreicht wurde. Tripolt: „Das ist bei der Hauttumorerkennung mit künstlicher Intelligenz sehr gut.”

Rotalgen gegen Corona

Wie Rotalgen von den Philippinen gegen das Coronavirus eingesetzt werden und wie Drohnen Eisenbahnschienen kontrollieren, lesen Sie im „Weltmeister Österreich 2023”. (red)

„Weltmeister Österreich 2023 – Das Buch zum Wirtschaftsstandort”, Alexander ­Haide (Autor), 180 Seiten, 2022, medianet Verlag.

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