Eigentumsverhältnis
© smarterpix/WDGPhoto
Das Haus mit Garten bleibt der willhaben-Marktforschung zufolge unan­gefochtene Nummer eins bei den Traumimmobilien. Ob aus dem Traum Wirklichkeit wird, entscheidet meistens das Geld.
FINANCENET REAL:ESTATE Redaktion 04.09.2026

Eigentumsverhältnis

Laut willhaben-Marktforschung hält eine deutliche Mehrheit der Österreicher Immobilien für eine sinnvolle Kapitalanlage.

WIEN. Immobilien gelten für viele seit jeher als eine der sichersten Formen der Kapitalanlage. In den vergangenen Jahren scheint Österreich jedoch auch die Börse mehr und mehr für sich entdeckt zu haben, wie der „Aktienbarometer 2026“ ausweist: Demnach besitzen mittlerweile 31% der österreichischen Bevölkerung Wertpapiere. 2022 lag dieser Wert noch bei 25%.

Aus diesem Anlass hat sich willhaben in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent angesehen, wie populär Immobilien als Kapitalanlage derzeit wirklich sind, wovon Immobiliensuchende in puncto Eigentum träumen und woran dieser Traum in der Praxis oftmals scheitert.

Immobilien als Kapitalanlage
Der Immobilienmarkt in Österreich lässt sich – rund um privates Eigentum – grob in zwei Welten teilen: Jene, die eine Immobilie primär als Anlageobjekt suchen, und jene, die sie zur Eigennutzung erwerben. Rund um ersteren Punkt zeigt sich klare Zustimmung: In Summe halten 81,4% der Befragten Immobilien grundsätzlich für „eine sinnvolle Kapitalanlage“. 17,1% davon gehen noch weiter und sagen, Immobilien seien gar „die beste Kapitalanlage“. Spannend dabei: in Vorarlberg sind es mit 31,6% beinahe doppelt so viele wie im Österreich-Schnitt, die Immobilien hier auf Platz eins sehen.

Ganz uneingeschränkt fällt das Urteil aber nicht aus: 28,6% betrachten Immobilien „nur unter bestimmten Marktbedingungen“ als gute Kapitalanlage, wobei Männer mit 30,7% in diesem Punkt merklich skeptischer sind als Frauen mit 25,7%. „Dass die überwiegende Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher Immobilien weiterhin für eine sinnvolle Kapitalanlage hält, ist ein überaus positives Zeichen für den heimischen Markt“, sagt Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei willhaben, und fügt hinzu: „Gleichzeitig sehen wir, dass viele Menschen sehr genau abwägen bzw. abwägen müssen, unter welchen Bedingungen sich der Kauf einer Immobilie wirklich rechnet. Der Blick auf eine Immobilie als Anlageobjekt unterscheidet sich zudem grundlegend vom Blick auf die eigene Wohnimmobilie, wo primär andere Kriterien als Rendite und Wertsteigerung zählen.“

Persönliche Träume
Das zeigt sich auch, wenn man Immobiliensuchende nach ihrer persönlichen Traumimmobilie zur Eigennutzung fragt. Mit 46,2% liegt das „Haus mit Garten“ ganz klar auf Platz eins, weit vor der „Immobilie am Wasser“ (14,8%) und dem „Bauernhof“ (6,7%) an dritter Stelle. Frauen wünschen sich das Haus mit Garten mit 49,6% etwas häufiger als Männer mit 43,3%.

Regional zeigt sich das Burgenland als Hochburg der Garten-Sehnsucht: Mit 55,5% träumen hier besonders viele Menschen vom Haus mit Garten und 23,3% gleichzeitig auch vom Wohnen am Wasser – beide Werte liegen deutlich über dem heimischen Schnitt. Auch das „Schloss“ als Wohntraum hat regionale Ausprägungen: In Burgenland (7,9%) und der Steiermark (7,4%) liegt der Anteil klar über dem Bundesschnitt von 3,9%, ebenso wie die „Altbauwohnung“ in Vorarlberg mit 9,8%, rund dreimal so hoch wie österreichweit.

Warum nicht gekauft wird
Warum es bei der Sehnsucht bleibt, liegt – wie fast immer – am lieben Geld. Mit 37,7% (Frauen 41,5%, Männer 34,2%) ist der mit Abstand häufigste Grund: „keine (Eigen-)Mittel für den Kauf einer Immobilie“. Auch die Kreditvergabe bleibt eine Hürde: 20,7% geben an, „keinen Kredit zu bekommen“, in Tirol sagen dies sogar 31,7%.

Aber auch der Wunsch nach Flexibilität spielt eine Rolle: 20,1% „möchten jederzeit umziehen können“. In der Steiermark (29,6%) und in Kärnten (29,5%) trifft das auf besonders viele zu, in Tirol dagegen nur auf 8,6%. (hk)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL