100 Jahre Kwizda Agro: Netzwerk statt Einzelprodukt
Thomas Lerch/Kwizda Agro GmbH
RETAIL Redaktion 15.06.2026

100 Jahre Kwizda Agro: Netzwerk statt Einzelprodukt

WIEN. Die Landwirtschaft steht unter Druck. Klimawandel, strengere regulatorische Vorgaben, steigender Ressourceneinsatz sowie der Wunsch nach biologischen und digitalen Lösungen verändern die Anforderungen an den Pflanzenschutz. Für Kwizda Agro liegt die Antwort nicht in einzelnen Produkten, sondern in der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Forschung, Industrie und internationalen Partnern. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens stellte das Familienunternehmen daher die Zukunft des Pflanzenschutzes in den Mittelpunkt.

„Die Landwirtschaft braucht Lösungen, die wissenschaftlich fundiert, technologisch ausgereift und in der Praxis anwendbar sind“, sagt Ronald Hamedl, Geschäftsführer von Kwizda Agro. „Das gelingt nur im Netzwerk. Unsere Aufgabe ist es, unterschiedliche Kompetenzen zusammenzubringen: die Erfahrung der Landwirte, die Stärke der Forschung, die Innovationskraft internationaler Partner und unsere eigene Entwicklungs- und Anwendungskompetenz.“

Biologische Lösungen gewinnen an Bedeutung, digitale Services unterstützen Entscheidungen am Feld und Beratung wird zunehmend wichtiger. Kwizda Agro will diese Entwicklungen weiter vorantreiben und biologische Produkte, digitale Anwendungen sowie die internationale Zusammenarbeit ausbauen. „Pflanzenschutz ist heute mehr denn je eine Systemaufgabe“, so Hamedl. „Es geht darum, Wissen, Technologie und Praxiserfahrung so zu verbinden, dass Landwirte konkrete Unterstützung für ihre tägliche Arbeit erhalten.“

Seit 1926 entwickelte sich Kwizda Agro von einem regionalen Anbieter zu einem international tätigen Unternehmen mit Aktivitäten in Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Ungarn, Rumänien, Großbritannien und den USA. Am Standort Leobendorf wurden über Jahrzehnte Formulierungskompetenz und eigene Entwicklungsstrukturen aufgebaut. Die Unternehmensgeschichte sei dabei immer auch eine Geschichte gemeinsamer Entwicklung mit Kunden, Forschungseinrichtungen und Partnerunternehmen gewesen, betont Hamedl.

Wie wichtig dieses Netzwerk ist, zeigte sich beim Partner- und Netzwerkevent am 10. Juni am Wiener Cobenzl. Rund 200 Gäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und internationalen Partnerunternehmen nahmen teil. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Zukunft des Pflanzenschutzes, zum Einsatz biologischer Lösungen, zu digitalen Services und zur wirtschaftlich sinnvollen Umsetzung von Innovationen in der Praxis.

Für Kwizda Agro ist das Jubiläum daher weniger Rückblick als Auftrag. Das Unternehmen will seine Rolle als Bindeglied zwischen Landwirtschaft, Forschung, Industrie und internationalen Märkten weiter ausbauen. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die Kulturen schützen, Ressourcen verantwortungsvoll einsetzen und landwirtschaftliche Betriebe in einer zunehmend komplexen Umwelt unterstützen.

„Die ersten 100 Jahre von Kwizda Agro wurden gemeinsam gestaltet“, sagt Hamedl. „Auch die nächsten Schritte werden wir gemeinsam gehen – mit dem Ziel, Pflanzenschutz so weiterzuentwickeln, dass er einen Beitrag zu einer starken und zukunftsfähigen Landwirtschaft leistet.“

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