Agri-PV-Projekt verbindet Weinbau und Stromerzeugung
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RETAIL Redaktion 16.06.2026

Agri-PV-Projekt verbindet Weinbau und Stromerzeugung

WIEN. Die RWA Raiffeisen Ware Austria hat gemeinsam mit regionalen Winzern und Partnern aus Wissenschaft und Energiewirtschaft in Gaiselberg (Niederösterreich) die erste netzgekoppelte Agri-Photovoltaik-Anlage über Weinreben in Österreich in Betrieb genommen. Das Pilotprojekt verbindet Weinbau, erneuerbare Energie und Speichertechnologie auf derselben Fläche.

Die Anlage umfasst 2.560 Solarmodule mit einer Leistung von 921,6 kWp und erzeugt jährlich rund 965.600 Kilowattstunden Strom – genug für etwa 350 Haushalte. Gleichzeitig werden rund 342 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Ein Batteriespeicher verschiebt zusätzlich rund 150.000 Kilowattstunden Energie und unterstützt die Netzstabilität.

„Das Agri-PV-Projekt in Gaiselberg ist nicht nur ein technisches Vorzeigeprojekt, sondern auch ein wichtiger Schritt hin zu einer resilienten und nachhaltigen Landwirtschaft“, betont Christoph Metzker, Vorstandsdirektor der RWA. Oliver Eisenhöld, Geschäftsfeldleiter Energie, sieht darin einen wichtigen Beitrag für einen klimafitten und zukunftsorientierten Weinbau.

Unter den Modulen wachsen rund 4.500 Rebstöcke der Sorten Weißburgunder, Grüner Veltliner und Souvignier Gris. Ziel ist es, die Auswirkungen der teilweisen Beschattung auf Wachstum, Ertrag und Weinqualität wissenschaftlich zu untersuchen. Erste Beobachtungen deuten auf kräftigere Triebe und eine längere Grünphase der Blätter hin.

Begleitet wird das Projekt von der Höheren Bundeslehranstalt und dem Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg. Die Untersuchungen zu Rebenentwicklung und Weinqualität sind auf mehrere Jahre angelegt. Als Energiepartner unterstützt die Energieallianz Austria die Umsetzung des Projekts.

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