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Aktionen gegen das Billigfleisch © APA/dpa/Christoph Soeder

Gegen billigGreenpeace-Aktivisten protestierten über dem Eingang zur Internationalen Grünen Woche gegen Billigfleisch in Berlin.

© APA/dpa/Christoph Soeder

Gegen billigGreenpeace-Aktivisten protestierten über dem Eingang zur Internationalen Grünen Woche gegen Billigfleisch in Berlin.

Redaktion 31.01.2020

Aktionen gegen das Billigfleisch

Greenpeace-Aktionen in 53 deutschen Städten gegen „qualvolle, klimaschädliche Tierhaltung”.

HAMBURG. In Deutschland haben Greenpeace-Aktivisten gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert. Insgesamt gab es Aktionen in 53 Städten. Die Agrarexpertin der Umweltorganisation, Stephanie Töwe, kritisiert, dass der überwiegende Teil des angebotenen Frischfleischs von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung stamme.

Der Check bei neun führenden deutschen Lebensmittelanbietern habe ergeben, dass 88% des Fleischs im Handel mit den Haltungsformen 1 oder 2 gekennzeichnet seien, unter denen die Tiere „unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen” gehalten würden.

Mindestanforderung erfüllt

Laut freiwilliger Kennzeichnung des Handels entspricht die erste Haltungsform „Stallhaltung” lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen. Fleisch, das mit der Stufe 2 – „Stallhaltung plus” – gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial zu.

In Hamburg informierten Aktivisten vor drei Supermärkten Kunden über die Herkunft des Fleischs. „Die Kennzeichnung ist ein wichtiger Schritt, aber sie reicht nicht, um den Tierschutz im Stall umzusetzen”, sagte Töwe. Billigfleisch schade Umwelt, Klima und Gesundheit.

Kennzeichnung verwirrt

Der Handel müsse Fleisch aus den Haltungsformen 1 und 2 aus den Regalen nehmen. Erst Stufe 3 namens „Außenklima” garantiert Tieren mehr Platz.

An den Info-Ständen sei klar geworden, dass viele Supermarktkunden mit dem Haltungsformen wenig anfangen könnten. Viele hatten keine Ahnung, was sich hinter der Kennzeichnung verbirgt. Auch sei in Anlehnung an das Schulnotensystem die Haltungsform 1 häufig für die beste gehalten worden. (red)

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