WIEN. Während die beiden Platzhirsche des stationären Lebensmittelhandels ihre Lebensmittelzustellung 2025 einstellten (s. S. 32–34), konnte sich der Online-Supermarkt Alfies in seinem zehnten Bestehensjahr am Markt behaupten – und sowohl Umsatz als auch Profitabilität steigern.
Der Anbieter, der aktuell im Raum Wien und Graz sowie seit 2024 auch in Zürich zustellt, brachte es auf einen Umsatz von 33 Mio. € – ein „Wachstum im zweistelligen Prozentbereich“, wie es in einer Aussendung heißt. Alle fünf Lagerstandorte in Österreich (vier in Wien, einer in Graz) erreichten die Gewinnzone.
Positives Jubiläumsjahr
„Im Vorjahr feierten wir unser zehnjähriges Jubiläum. Schon seit 2015 liefern wir in Wien Lebensmittel. Die Herausforderungen im Online-Lebensmittelhandel sind heute andere als damals, aber für langfristigen Erfolg braucht es Durchhaltevermögen und das richtige Geschäftsmodell. Das haben wir auch anhand vieler Konkurrenten gesehen, die im letzten Jahrzehnt in den Markt eingestiegen oder wieder ausgeschieden sind. Daher freut es uns umso mehr, dass wir 2025 so positiv abschließen konnten“, sagt Gunther Michl, Mitgründer und Geschäftsführer von Alfies.
Herausforderung Einwegpfand
Vor „erhebliche operative Herausforderungen“ stellte Alfies die Einführung des Einwegpfands in Österreich mit 1. Jänner 2025 – nicht zuletzt aufgrund der notwendigen manuellen Etikettierung importierter Getränke.
„Wir mussten unsere Prozesse im Lager über das Jahr hinweg immer wieder anpassen, auch weil sich das Kauf- und Rückgabeverhalten der Kunden verändert hat“, gibt Michl Einblick. Die Nachfrage nach Getränken in PET-Flaschen und Dosen, besonders im Biersegment, brach deutlich ein. Mehrweggebinde legten hingegen über alle Kategorien deutlich zu. Mit der Menge an Pfandgebinden im Umlauf stieg naturgemäß auch die Rückgabemenge: Mittlerweile werde bei nahezu jeder vierten Lieferung Pfand retourniert. Insgesamt nahmen die Alfies-Driver 2025 fast sechs Millionen Pfandgebinde von den Kunden mit.
Erweiterung des Liefergebiets
Für das Jahr 2026 plant Alfies den nächsten Wachstumsschritt: Das Liefergebiet soll deutlich ausgeweitet werden, sodass größere Teile Niederösterreichs, der Steiermark sowie der Schweizer Kantone Zürich, Aargau und Zug erschlossen werden.
Produktseitig plant Alfies einen „erheblichen“ Ausbau des Sortiments im Bereich Frische. Zusätzlich investiert das Unternehmen in die Weiterentwicklung der im Vorjahr gelaunchten Alfies-Plattform „alfies.shop“ samt dem KI-Einkaufsassistenten „Alfie“. (red)
Stark positioniert
Bereits im Vorjahr startete die Buwog im Bereich Projektentwicklung als einer der ersten Bauträger wieder voll durch und setzte auch in der Bestandsbewirtschaftung neue Maßstäbe.
