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Außenhandel ist klar im Aufwind © PantherMedia/Sarunyu; PantherMedia/tashatuvango / Montage: B. Schmid

AufschwungDie österreichische Handelsbilanz hat zwar nach wie vor ein Loch von 5,7 Mrd. € – dennoch sind 2018 auch die Exporte klar gestiegen.

© PantherMedia/Sarunyu; PantherMedia/tashatuvango / Montage: B. Schmid

AufschwungDie österreichische Handelsbilanz hat zwar nach wie vor ein Loch von 5,7 Mrd. € – dennoch sind 2018 auch die Exporte klar gestiegen.

Redaktion 15.03.2019

Außenhandel ist klar im Aufwind

Statistik Austria: Die Exporte und Importe erhöhten sich vorläufigen Zahlen zufolge um jeweils fast sechs Prozent.

WIEN. Der internationale Warenaustausch boomt: Österreichs Exporte legten laut Statistik Austria 2018 im Jahresabstand um 5,7% auf 150 Mrd. Euro zu. Kräftig angezogen haben allerdings auch die Importe, mit einem Plus von 5,5% auf 155,7 Mrd. €. Unterm Strich vergrößerte sich das Loch in der Handelsbilanz demnach von 5,6 auf 5,7 Mrd. €.

Deutschland klar voran

Der Löwenanteil der heimischen Ausfuhren ging nach Deutschland (45,3 Mrd. €); das waren rund 30% aller Exporte. Mit deutlichem Abstand dahinter folgen die USA (10,6 Mrd. €), Italien (9,8 Mrd. €), die Schweiz (7 Mrd. €), Frankreich (6,4 Mrd. €), Tschechien (5,5 Mrd. €), Ungarn (5,1 Mrd. €), Polen (4,9 Mrd. €), Großbritannien (4,2 Mrd. €) und China (4,1 Mrd. €). Die Exporte in die Vereinigten Staaten überstiegen 2018 erstmals die 10 Mrd.-Marke. Aus Deutschland importierte Österreich im abgelaufenen Jahr Waren im Wert von 55,7 Mrd. € – das entspricht mehr als einem Drittel (35,8%) aller Einfuhren. Im bilateralen Handel ergibt sich daraus ein heimisches Defizit von 10,4 Mrd. €.

Weitere Lieferländer sind Italien mit einem Volumen von 9,9 Mrd. €, China (9,1 Mrd. €), die Schweiz (6,8 Mrd. €), Tschechien (6,7 Mrd. €), die USA (6 Mrd. €), Frankreich und die Niederlande (je 4,3 Mrd. €) sowie Polen und Ungarn (je 4,2 Mrd. €).

Handelsdefizit verringert

Aus der gesamten EU bezog Österreich Waren im Wert von nahezu 110 Mrd. €, während die Exporte dorthin 104,9 Mrd. € erreichten. Da die Lieferungen in andere EU-Länder mit einem Plus von 5,9% etwas stärker stiegen als die Bezüge (+5,2%) von dort, hat sich das Defizit im Handel mit der EU im Jahr 2018 sogar von 5,5 auf 5,1 Mrd. € verringert.

Massiv ausgeweitet hat sich das heimische Außenhandelspassivum mit Nicht-EU-Staaten – es versechsfachte sich gegenüber dem Jahr davor von rund 0,1 auf 0,6 Mrd. €. Die Importe aus Drittländern erhöhten sich um 6,4% auf 45,75 Mrd. €, die Exporte dorthin um 5,3% auf 45,13 Mrd. €.

Maschinen hoch im Kurs

Das Gros der Handelsprodukte machten Maschinen und Fahrzeuge aus – sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen: Der Ausfuhranteil dieser Warengruppe lag 2018 bei 40,1%, der Einfuhranteil bei 35,1%.

Kurz vor dem Jahreswechsel bremste sich die Außenhandelsdynamik merklich ein – die Ausfuhren nahmen im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 0,8% auf 10,8 Mrd. € zu, die Einfuhren gingen sogar um ein Prozent auf 11,4 Mrd. € zurück. Der heimische Fehlbetrag in der Handelsbilanz sank in dem Berichtsmonat von rund 0,8 auf 0,6 Mrd. €. (red)

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