RETAIL
Benko kauft ein © APA/Keystone/Salvatore Di Nolfi

Rene Benkos Signa und die thailändische Central Group erwerben die Schweizer Globus-Warenhäuser zu gleichen Teilen.

© APA/Keystone/Salvatore Di Nolfi

Rene Benkos Signa und die thailändische Central Group erwerben die Schweizer Globus-Warenhäuser zu gleichen Teilen.

Redaktion 07.02.2020

Benko kauft ein

Österreichs Star-Investor kauft mit Partnern Schweizer Warenhauskette Globus für 937 Mio. Euro.

BANGKOK / ZÜRICH / WIEN. Der Schweizer Einzelhandelsriese Migros treibt den angekündigten Umbau mit dem Verkauf der Warenhauskette Globus voran. Käufer sind die Signa-Gruppe des österreichischen Investors Rene Benko und die thailändische Central Group zu gleichen Teilen. Der Kaufpreis für Globus und verschiedene Immobilien beläuft sich auf mehr als eine Mrd. CHF (937 Mio. €). „Als Schweizer Traditionsmarke passt Globus hervorragend in unsere europäische Allianz mit starken lokalen und internationalen Marken”, erklärte Vittorio Radice, Leiter des Europageschäfts der Central Group. Die Transaktion soll bis zur Jahresmitte erfolgen.

Der Tiroler Immobilieninvestor Benko, der auch bei der deutschen Warenhaus-Gruppe Galeria Karstadt Kaufhof das Sagen hat, will überdies mit der deutschen Transport- und Logistikgruppe Fiege-Gruppe ein Joint Venture gründen – zur Organisation und Koordinierung von Transportleistungen zugunsten der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH.
Ebenso übernahm Benko jüngst in Deutschland einen Großteil der Reisebüros des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook.

Wer ist die Central Group?

Zurück zum aktuellen Deal: Der größte thailändische Einzelhändler Central Group baut mit dem Zukauf sein Geschäft in Europa aus. Das Unternehmen im Besitz der Milliardärsfamilie Chirathivat ist bei den Luxus-Warenhäusern KaDeWe in Berlin, der italienischen Rinascente und der dänischen Illum engagiert – gemeinsam mit Benko.

Globus, dessen Umsatz im vergangenen Jahr um 5,6% auf 763 Mio. CHF (713 Mio. €) sank, schreibt Verluste. Insgesamt setzte die Migros-Gruppe mit 28,659 Mrd. CHF (26,78 Mrd. €) geringfügig mehr um als 2018. Ergo kündigte der Traditionskonzern Mitte vergangenen Jahres die Konzentration auf das Kerngeschäft an – und stellte Bereiche mit geringen Synergien dazu zur Disposition.
Im September wurde bereits die E-Bike-Firma M-Way veräußert; Ende 2019 folgte die auf Dekorationswaren spezialisierte Kette Depot. Noch losgeschlagen werden soll zudem das Einrichtungshaus Interio sowie das Glattzentrum, ein Einkaufszentrum östlich von Zürich. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL