WIEN. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Österreich ist 2025 weiter gestiegen. Das zeigt die jährliche Umsatzanalyse der AMA-Marketing. Demnach wurden im vergangenen Jahr Bio-Produkte im Wert von rund 3,4 Mrd. € umgesetzt – ein Plus von 7,4% gegenüber 2024. Damit liegt das Umsatzwachstum gleichzeitig deutlich über der Inflationsrate von 3,7% – der Anstieg ist somit nicht allein auf höhere Preise zurückzuführen, sondern auch auf einen gestiegenen Absatz von Bio-Produkten.
Plus in allen Absatzkanälen
„Die Zahlen zeigen, dass Bio nach den herausfordernden vergangenen Jahren wieder deutlich an Dynamik gewonnen hat. Besonders erfreulich ist, dass sich dieses Wachstum nicht nur im Lebensmitteleinzelhandel zeigt, sondern auch in der Gastronomie sowie im Direktvertrieb und Fachhandel. Das macht deutlich, dass Bio über alle Absatzkanäle hinweg wieder stärker nachgefragt wird. Konsumentinnen und Konsumenten greifen wieder bewusster zu Bio – ein wichtiges Signal für die gesamte Bio-Wertschöpfungskette“, führt Christina Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing, aus. In Summe entfielen rund 80% des Bio-Umsatzes auf den LEH. Weitere zwölf Prozent wurden über Direktvertrieb und Fachhandel erzielt, acht Prozent gehen auf die Gastronomie. Letztere entwickelte sich besonders dynamisch: Dort stieg der Bio-Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf 4,5%. Zum Vergleich: 2019 lag er noch bei 2,7%.
Zurück auf dem Höchstniveau
Im LEH erreichte der Bio-Anteil bei Lebensmitteln und Getränken nach einem leichten Rückgang im Jahr 2023 (auf 10,5%) wieder annähernd das hohe Niveau von elf Prozent aus der Zeit der Corona-Pandemie in den Jahren 2021 und 2022 (11,1%). Der Bio-Anteil außerhalb des klassischen Lebensmitteleinzelhandels (Direktvertrieb und Fachhandel, exkl. Biosupermärkte) stieg indes von 22,4% auf 23% – den höchsten Wert seit 2021.
In der Vorreiterrolle
In Österreich wird mehr als ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche (27,5%) biologisch bewirtschaftet – im EU-Vergleich liegt Österreich damit auf Platz 1. 23,1% aller landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich sind Bio-Betriebe, das sind in Zahlen knapp 24.000 (Stand 2024). Geht man nach Warengruppen, ist der mengenmäßige Bio-Anteil im LEH am höchsten bei pflanzlichen Alternativen (40,1%), Mehl (23,5%) und Frischgemüse (19,5%); am niedrigsten ist er dann bei Fleisch und beim Geflügel (4,4%). (red)
Engagement im Wohnbau
Die Wiener Städtische setzt den gezielten Ausbau ihres Immobilienportfolios im Bereich Wohnbau fort und investiert in ein weiteres modernes Objekt in der Seestadt Aspern. Die 2021