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E-Commerce legt 2018 kräftig zu © APA/dpa/Uli Deck

AbschöpferDer Onlinehandel ist weiterhin im Vormarsch und schöpft bereits 8,8% der Haushaltsausgaben ab; Amazon spielt dabei eine führende Rolle.

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AbschöpferDer Onlinehandel ist weiterhin im Vormarsch und schöpft bereits 8,8% der Haushaltsausgaben ab; Amazon spielt dabei eine führende Rolle.

Redaktion 10.05.2019

E-Commerce legt 2018 kräftig zu

Immer noch im Sauseschritt: Der Digital Retail wuchs ­hierzulande acht Mal schneller als der stationäre Handel.

WIEN. Der Onlinehandel ist weiter auf Wachstumskurs – der Distanzhandel hat 2018 um 11,2% zugelegt, das ist rund acht mal schneller als der stationäre Handel mit 1,4%. Für den stationären Handel bleibt damit die Geschäftslage weiterhin herausfordernd – das legt jedenfalls eine aktuelle Studie des Handelsverbandes nahe.

Der Marktanteil des Onlinehandels habe sich in Österreich über alle Warengruppen hinweg seit 2015 um rund 40% erhöht, erläutert Studienautor Andreas Kreutzer. 8,8% der einzelhandelsrelevanten Ausgaben fallen Online an. In absoluten Zahlen: 5,4 Mrd. von 62,1 Mrd. Euro an einzelhandelsrelevanten privaten Ausgaben der Österreicher. E-Commerce wächst mithin nicht nur in peripheren Märkten, sondern auch in solchen mit einer bereits hohen Online-Quote.

Distanzhandel profitiert

Außerdem gilt laut der Studie „Handel in Zahlen. Jahresbilanz 2018” (von Branchenradar.com Marktanalyse und Handelsverband), dass in erster Linie der Distanzhandel die privaten Haushaltsausgaben abschöpft. Die haben sich 2018 um 2,8% auf 187,8 Mrd. Euro erhöht. Preisbereinigt ergab das bloß ein Plus von 0,8%, denn die Inflation sei in Österreich im europäischen Vergleich nach wie vor hoch, so Kreutzer.

Auch die einzelhandelsrelevanten Ausgaben haben sich vergangenes Jahr inflationsbereinigt um lediglich 0,2% erhöht. „Von einer ungetrübten Kauflust der Österreicher kann nicht die Rede sein”, so Kreutzer. Die Wirtschaft sei vergangenes Jahr zwar robust gewachsen; das lag aber nicht am Einkaufsverhalten der Konsumenten.
Ein großes Problem sieht Kreutzer in den Öffnungszeiten: „Dass der Onlinehandel die dem stationären Handel auferlegten Öffnungszeiten völlig legal durchbrechen kann, verschafft ihm einen gewissen Wettbewerbsvorteil.” Die Öffnungszeiten des stationären Handels seien laut Kreutzer ein Grund für das starke Wachstum im Onlinegeschäft.
Aber auch die Verfügbarkeit der Waren sei ein Treiber für den Onlinehandel. Vor allem bei Büchern, Mode und Elektronik sei die mangelnde ständige Verfügbarkeit der Waren vor Ort ein großes Problem.

Dienstleistungen betroffen

E-Commerce verändere aber nicht nur Geschäftsmodelle im stationären Einzelhandel. So werden immer mehr Umsätze im Dienstleistungsbereich über das Internet generiert. Flugreisen hätten beispielsweise bereits heute einen Online-Anteil von 67,5%, Speisen-Lieferdienste fast 60%, so Kreutzer. Die Konzentration beschreitet also auch online einen klaren Weg. (APA)

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