WIEN. Österreich exportiert seine Milchprodukte mit Erfolg ins Ausland. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die milchwirtschaftlichen Exporte laut Statistik Austria um 5,2% auf 1,02 Mrd. €. Importe fielen im selben Zeitraum um 9,5% auf 593 Mio. €. Der positive Außenhandelssaldo konnte damit von 312 auf 424 Mio. € um 36% gesteigert werden. Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist Käse (Exportvolumen: 512 Mio. €, Importvolumen: 387 Mio. €). Zweitwichtigste Produktgruppe im Außenhandel sind flüssige Milchprodukte mit Exporten von 212 Mio. € und Importen von 41 Mio. €, gefolgt von fermentierten Produkten (180 Mio. € Export- und 48 Mio. € Importvolumen). Molkeprodukte erlösten im Export 79 Mio. € und beim Import 28 Mio. €. Importüberschüsse verzeichnet Österreich bei Butter (Importe: 52 Mio. €, Exporte: 11 Mio. €) sowie Trockenmilchprodukten (Exporte: 23 Mio. €, Importe: 36 Mio. €).
Gut verlaufen
Entsprechend positiv fällt das Urteil von Helmut Petschar, Präsident des Milchverbandes Österreich, aus: „Das erste Halbjahr ist im Außenhandel gut gelaufen, doch die weitere Entwicklung und die Ergebnisse für das zweite Halbjahr werden maßgeblich von den Auswirkungen der Dürre bestimmt.“
Hohe zusätzliche Kosten für die Futterbeschaffung, dazu sehr hohe Energie- und Treibstoffpreise sowie weitere Kostensteigerungen bei Vorleistungen stellen seiner Ansicht nach die gesamte Milchwirtschaft auf eine harte Probe. „Daher sind jetzt wirksame Unterstützungen sehr entscheidend, um die positive Entwicklung der Milchwirtschaft weiter zu gewährleisten“, betonte Petschar. (red)
ORF-Produktionen reisen rund um die Welt
Der internationale Fernsehmarkt wird anspruchsvoller: Budgets stehen unter Druck, Käufer wählen ihre Inhalte zunehmend selektiv aus und neue Plattformen verändern die Verwertung von