SALZBURG. Die vielseits kritisierte Paketabgabe könnte dem stationären Handel im heurigen Weihnachtsgeschäft dennoch zusätzliche Kunden bringen. Laut einer aktuellen Weihnachtsstudie des Linzer market Instituts im Auftrag von SES Spar European Shopping Centers wollen 26% der Schenkenden in Österreich weniger online bestellen und dafür häufiger vor Ort einkaufen. Nur acht Prozent planen, ihre Online-Einkäufe auszuweiten. Selbst unter bisherigen Online-Käufern wollen 17% verstärkt Geschäfte besuchen. Befragt wurden im September 1.023 Personen ab 16 Jahren.
Stationär hoch im Kurs?
„Die aktuelle Studie zeigt: Der stationäre Handel hat im heurigen Weihnachtsgeschäft eine echte Chance, Onlinekäufe wieder zurück ins Geschäft vor Ort zu bringen“, erklärt Christoph Andexlinger, CEO von SES Spar European Shopping Centers. Die Shopping-Malls punkteten mit großer Auswahl, guter Erreichbarkeit und der Möglichkeit, mehrere Erledigungen zu verbinden. Auch das weihnachtliche Ambiente spiele eine wichtige Rolle.
Das Weihnachtsgeschäft beginnt zudem früher. Bereits 37% der Österreicher starten spätestens Mitte November mit den Einkäufen – im Vorjahr waren es 34%. Nur noch 25% warten bis Dezember, 2025 waren es noch 34%. Bei den Ausgaben zeigt sich ein gemischtes Bild: 52% wollen ihr Budget unverändert lassen, 35% weniger und 5% mehr ausgeben. 42% planen zwischen 101 und 500 € ein, 39% mehr als 500 €.
Shopping-Malls und Einkaufsstraßen bleiben für 42% die wichtigste Bezugsquelle für Weihnachtsgeschenke, vor dem Online-Handel mit 38%. Shopping-Malls allein kommen auf 26%. Knapp drei Viertel der Befragten besuchen in der Vorweihnachtszeit Einkaufszentren. Als Gründe nennen sie vor allem die Möglichkeit, mehrere Besorgungen zu erledigen (34%), die Geschäftsauswahl (32%) und den Schutz vor schlechtem Wetter (24%). Auch die guten Parkmöglichkeiten (23%) sowie eine ansprechende Weihnachtsdekoration (19%) sind gefragt.
Bei den Geschenken führen Gutscheine mit 37% vor Geldgeschenken (26%), Spielwaren (21%) und Büchern (20%). Shopping-Center-Gutscheine würden die Beschenkten am häufigsten für Kleidung und Schuhe (30%) sowie Lebensmittel und Süßwaren (21%) einlösen.
Besser fragen als wünschen
Für Geschenkideen bleibt der persönliche Kontakt entscheidend: 37% fragen die Beschenkten direkt nach ihren Wünschen. Ein Viertel holt sich die Inspiration beim Bummeln. Suchmaschinen erleichtern das Shoppen für 16%, Social Media beeinflusst 14 und KI-Tools sieben Prozent. Bei den 16- bis 29-Jährigen nutzt allerdings bereits jeder Fünfte KI zur Ideensuche. (red)
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