WIEN. GymBeam hat 2025 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 269 Mio. Euro inklusive Mehrwertsteuer erzielt und sieht sich damit als größte internationale E-Commerce-Plattform im Health-und-Fitness-Segment innerhalb der Europäischen Union. Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht, stieg das konsolidierte EBITDA um 35 Prozent auf 18,7 Mio. Euro.
Das Unternehmen verweist auf eine EBITDA-Marge von 8,0 Prozent und ein Sortiment von 11.499 Produkten. Angeboten werden unter anderem Sportnahrung, Functional Food, Fitnesszubehör, Sportbekleidung und Home-Gym-Produkte. Wachstumsmärkte bleiben laut GymBeam die DACH-Region und Italien. In Österreich wurde die Präsenz zuletzt mit dem neuen Headquarter in Wien und dem Fitness Hub am Kärntner Ring ausgebaut.
„2025 war für GymBeam ein Jahr der strategischen Skalierung: Wir haben unsere Marktposition in Europa deutlich ausgebaut, unsere Profitabilität gesteigert und gleichzeitig massiv in Automatisierung, eigene Produktion und künstliche Intelligenz investiert“, so Dalibor Cicman, Gründer und CEO von GymBeam. „Mit Wien als neuem strategischem Standort, Deutschland und Italien als Wachstumsmärkten und einer gestärkten Kapitalbasis gehen wir mit klarer Ambition in die nächste Entwicklungsphase.“
Ausbau von Produktion und Logistik
Im Geschäftsjahr 2025 setzte GymBeam mehrere Expansionsschritte um. Dazu zählen die Übernahme des deutschen Herstellers Kaja Food nahe Düsseldorf sowie die Inbetriebnahme eines automatisierten Logistikzentrums bei Mailand mit 85 AutoStore-Robotern. Zudem wurde die Logistikplattform Boxpi als eigenständiges Geschäftsfeld ausgebaut. Laut Unternehmen wickelte Boxpi im ersten kommerziellen Jahr 4,8 Mio. Pakete in mehr als 16 europäischen Ländern ab.
Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz wurde erweitert. AI Agents übernehmen laut Geschäftsbericht bereits Aufgaben in den Bereichen Qualitätssicherung, Einkauf und Kundenservice. Gleichzeitig sei trotz Umsatzwachstums der Personalstand optimiert worden.
Rückhalt erhielt das Unternehmen zudem durch den Einstieg der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie von PortfoLion. Die Eigenkapitalrunde über 30 Mio. Euro soll unter anderem weiteres Wachstum, Automatisierung und den Ausbau eigener Produktionskapazitäten finanzieren.
Für 2026 plant GymBeam unter anderem den Ausbau der Produktion in Deutschland, die Skalierung des Mailänder Logistikzentrums sowie den Einstieg in den Bereich Longevity-Produkte mit Inhaltsstoffen wie NMN, Resveratrol, Quercetin und Coenzym Q10. (red)