WR. NEUDORF. Für eine Woche wechseln Lehrlinge bei Penny in eine neue Rolle: Sie übernehmen eigenständig den Betrieb von Filialen in Wien und Wels und tragen dabei die volle Verantwortung für das Tagesgeschäft. Das Projekt versteht sich als Praxistest innerhalb der Ausbildung und soll den Nachwuchskräften frühzeitig Einblick in Führungsaufgaben geben.
Rund zehn Lehrlinge pro Standort organisieren sämtliche Abläufe – von Kassa und Warenbestellung bis zu Lager, Inventur und Abschreibungen. Unterstützt werden sie von erfahrenen Führungskräften, die Verantwortung im operativen Betrieb liegt jedoch bei den Teilnehmern selbst.
„Hier werden nicht einfach für eine Woche lang die Rollen getauscht, unsere Lehrlinge übernehmen echte Verantwortung und erleben den Handel so, wie er wirklich ist – mit allem, was dazugehört“, so Niko Karras, Geschäftsführer Penny Österreich. „Wer selbst erlebt, was es heißt, eine Filiale zu führen, bekommt ein ganz anderes Verständnis für Abläufe und wächst an den eigenen Aufgaben.“
Fokus auf Eigenverantwortung und Entwicklung
Ergänzt wird die Projektwoche durch einen Verkaufswettbewerb, bei dem die Lehrlinge mit eigenen Konzepten – etwa Verkostungen oder Warenpräsentationen – die Umsätze steigern sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Eigeninitiative und Teamarbeit.
Auch Vertreter aus Management und Politik begleiten das Projekt. In Wien hat sich unter anderem Bezirksvorsteher Georg Papai angekündigt.
„Die duale Lehrlingsausbildung ist ein österreichisches Erfolgsmodell. Umso mehr freue ich mich, dass Penny mit seinen 83 Lehrlingen einen starken Fokus auf sein Nachwuchspersonal hierzulande legt. Besonders beeindruckt hat es mich, dass jedem und jeder engagierten Nachwuchsmitarbeiter*in, der Karriereweg bis ins Management offen steht. Davon zeugen unzählige Erfolgsbeispiele bei Penny“, so Georg Papai, Bezirksvorsteher Floridsdorf.
Wie solche Karrierewege aussehen können, zeigen interne Beispiele: Von der ehemaligen Lehrlingstätigkeit bis in Führungspositionen im Vertrieb.
„Die Ausbildung hat mir nicht nur Fachwissen, sondern auch Selbstvertrauen gegeben“, erzählt Jennifer Mastalir. „Ich weiß, wie wichtig gute Betreuung während der Lehre ist – deshalb begleite ich unsere Lehrlinge und möchte ihnen dieselbe Chance geben, die ich bekommen habe.“
„Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel eine gute Begleitung in der Lehre bewirken kann“, betont Sara Kotb. „Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, unseren Nachwuchs zu stärken und ihnen zu zeigen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen.“ (red)
