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Paris: Strafe für Essen wegwerfen © APA/dpa-Zentralbild

Unverkaufte Ware soll gespendet, als Tiernahrung oder Kompost verwendet werden.

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Unverkaufte Ware soll gespendet, als Tiernahrung oder Kompost verwendet werden.

27.05.2015

Paris: Strafe für Essen wegwerfen

Großhandel Händler im LEH dürfen Ware nicht für den Verkauf ungeeignet machen

Paris. Frankreich geht gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vor: Der Großhandel darf unverkaufte Nahrungsmittel künftig nicht mehr wegwerfen. Das hat das Parlament in Paris beschlossen. Insbesondere wird es den Händlern im Lebensmittelbereich verboten, ihre unverkaufte Ware „für den Konsum ungeeignet” zu machen. Ein Abgeordneter prangerte es als „skandalös” an, dass häufig beispielsweise Chlor über Mülltonnen mit noch nutzbaren Lebensmitteln des Großhandels verteilt werde.

Künftig müssen Händler jeg-liche Verschwendung vermeiden. Unverkaufte Ware soll gespendet, als Tiernahrung genutzt oder als Kompost für die Landwirtschaft verwendet werden. Supermärkte mit einer Fläche von über 400 m2 werden verpflichtet, ein Abkommen mit einer karitativen Organisation für Lebensmittelspenden zu schließen. In den Schulen soll der Unterricht gegen die Verschwendung von Lebensmitteln in den Lehrplan aufgenommen werden.

Händler beschweren sich

Der französische Handel kritisierte indes, dass die Maßnahmen ihr Ziel verfehlten; schließlich sei der Großhandel lediglich für fünf Prozent der verschwendeten Lebensmittel verantwortlich und überhaupt sei man bereits jetzt der größte Spender und arbeite eng mit Hilfsorganisationen zusammen.
Doch jeder Franzose wirft jährlich im Durchschnitt 20 bis 30 kg Lebensmittel weg – und zwar im Wert von insgesamt zwölf bis 20 Mrd. € pro Jahr. Die nun von der Nationalversammlung beschlossenen Maßnahmen sind Teil eines Gesetzentwurfs zum Energiewandel von Umweltministerin Segolene Royal. Die Regierung will die Lebensmittelverschwendung bis 2025 halbieren. (dp)

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