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Mobile Die Smartphone-Nutzung steigt in Österreich immer weiter an, und auch für den Handel gewinnt das mobile Device an Bedeutung.

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Mobile Die Smartphone-Nutzung steigt in Österreich immer weiter an, und auch für den Handel gewinnt das mobile Device an Bedeutung.

Redaktion 28.09.2018

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Eine Studie der Mobile Marketing Association zeigt: Das Smartphone ist auch für den stationären Handel ein wichtiges Medium.

WIEN. Das Smartphone ist aus unseren Händen gar nicht mehr wegzudenken. 96% der Österreich nutzen laut dem aktuellen Mobile Communications Report 2018 der Mobile Marketing Association Austria ein Smartphone – 94% surfen mit ihrem Smartphone regelmäßig im Internet, in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen sind es sogar 100%, und selbst bei den 60- bis 69-Jährigen liegt der Wert bei 88%. Die tägliche Handynutzung rangiert in Österreich aktuell bei 3,4 Stunden.

Die Studie konnte unter anderem zeigen, dass der Trend zum Mobile Shopping in Österreich weiterhin zunimmt: 55% der mobilen Internet-User haben bereits einmal über das Smartphone ein Produkt gekauft oder eine Buchung getätigt, wobei die Bereitschaft zum Mobile Shopping bei Männern mit 56% etwas ausgeprägter ist als bei Frauen (53%).

Instrument zur Recherche

Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass das Interesse am mobilen Einkaufen mit steigendem Alter abnimmt. So haben 69% der 15- bis 29-Jährigen schon einmal mobil eingekauft, bei den 60- bis 69-Jährigen sind es nur 35%.

Am liebsten werden Bekleidung und Schuhe mit 48% geshoppt, gefolgt von Elektronik mit 37% und Reisebuchungen mit 29%.
66% der mobilen Internet-User haben in den vergangenen sechs Monaten Preise von Produkten recherchiert und verglichen, 65% haben nach einem Shop oder einer Filiale gesucht bzw. Informationen zu einem Produkt oder Service recherchiert. Dennoch haben 27% von jenen, die sich mobil über Preise oder Shops informieren, nicht über das Handy eingekauft: entweder, weil sie sich eben nur informieren wollten (47%), weil sie für den Kaufakt dann doch lieber den Laptop oder den stationären Rechner verwenden (45%) oder weil sie nach dem Prinzip „Research online, purchase offline” lieber stationär eingekauft haben (38%).
Das beliebteste Zahlungsmittel bleibt die Kreditkarte mit 48%, gefolgt von der Online-Überweisung mit 42% und PayPal mit 41%.
Die Erkenntnisse der Studie sind auch für den stationären Handel von Interesse. Denn auch hier ist das Smartphone ein wichtiges Werbemittel. 65% der mobilen Internet-User zücken im stationären Handel ihr Smartphone; dabei vergleichen oder recherchieren sie Preise (33%), informieren sich über Aktionen und Sonderangebote (27%), holen Infos zu einem Produkt oder Service ein (23%) oder checken ihre persönliche Einkaufsliste (21%).

Ultimatives Shopping-Tool

Tatsächlich veranlasst ein Preisvergleich am Point-of-Sale 35% der Smartphone-Nutzer dazu, doch im Internet zu kaufen. 25% versuchen, auch im stationären Handel den günstigeren Preis zu erhalten, 34% kaufen nur dann vor Ort, wenn das Produkt nicht wesentlich mehr kostet. „Das Smartphone ist das ultimative Shopping-Tool – ganz egal, ob damit aktiv eingekauft wird oder ob Shops und Filialen, Produkte und Angebote oder Preise recherchiert werden. Online- und Offline-Handel sind gut beraten, sich darauf entsprechend einzustellen”, erklärt Harald Winkelhofer, Präsident der Mobile Marketing Association Austria und geschäftsführender Gesellschafter von IQ mobile. (gs)

Die Studie Mobile Communications Report 2018 wurde in Kooperation der MMA Austria und dem Marktforschungsinstitut MindTake Research mithilfe des Talk Online-Panels von MindTake im Sommer 2018 durchgeführt. Unter Einhaltung bestimmter Quoten wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 1.001 österreichische Internet-Nutzer zwischen 15 und 69 Jahren befragt.

Weitere Informationen finden sich online unter:
www.mmaaustria.at

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