WIEN. Pro Jahr werden durchschnittlich 10,5 kg Nudeln pro Haushalt gekauft, wofür rund 32 Euro ausgegeben werden. Gleichzeitig sinkt die Einkaufsfrequenz leicht. Im Betrachtungszeitraum bis August 2026 wurden Nudeln durchschnittlich 10,8-mal pro Jahr gekauft, nach 11,3 Einkäufen im Vorjahreszeitraum.
Nach kontinuierlichen Preissteigerungen in den vergangenen drei Jahren zeichnet sich im aktuellen Betrachtungszeitraum erstmals wieder eine leichte Entspannung ab. Promotions bleiben für den Absatz relevant: Rund 37 Prozent der Teigwaren werden im Rahmen von Aktionen gekauft. Noch größer ist der Anteil der Eigenmarken, die mittlerweile rund 44 Prozent des gesamten Nudelabsatzes ausmachen.
Unterschiedliche Entwicklungen bei Spezialsorten
Die Nachfrage nach glutenfreien Nudeln bleibt auf einem stabil hohen Niveau. Nachdem der Käuferkreis seit August 2022 kontinuierlich gewachsen war, zeigt sich im aktuellen Betrachtungszeitraum bis August 2026 eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahr.
Anders entwickelt sich der Markt für Nudeln mit Ei. Hier setzt sich der langfristige Rückgang fort: Innerhalb von fünf Jahren ist der Käuferkreis um 13,5 Prozent gesunken. Die Käuferreichweite liegt aktuell bei rund 70 Prozent der österreichischen Haushalte. Auch Vollkornnudeln verzeichnen eine rückläufige Nachfrage; ihre Käuferreichweite beträgt derzeit rund 21 Prozent.
Bei den klassischen Sorten liegen Spaghetti weiterhin an der Spitze, auch wenn die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen ist. Fusilli belegen den zweiten Platz, gefolgt von den österreichischen Fleckerln auf Rang drei.
Hülsenfrüchte und besondere Herstellung im Aufwind
Wachstum zeigt sich vor allem bei spezialisierten Teigwaren. Sowohl Legume Pasta als auch Bronze Pasta gewinnen zunehmend an Bedeutung. Erstere werden überwiegend aus Hülsenfrüchten wie Linsen, Kichererbsen oder Erbsen statt aus Weizen hergestellt. Bronze Pasta wird durch Bronzematrizen gepresst, wodurch die Nudeln eine rauere Oberfläche erhalten.
Die Marktentwicklung zeigt damit ein differenziertes Bild: Während klassische Sorten weiterhin die Einkaufsgewohnheiten prägen, entwickeln sich spezialisierte Segmente positiv. (red)