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Betrug im B2B-Geschäft © PantherMedia/siriwat.tree@gmail.com

Ehrenwerte Unternehmer?Auch im B2B-Bereich lässt der Fraud Prevention Kit Betrügereien und Unstimmigkeiten auffliegen.

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Ehrenwerte Unternehmer?Auch im B2B-Bereich lässt der Fraud Prevention Kit Betrügereien und Unstimmigkeiten auffliegen.

Redaktion 21.09.2018

Betrug im B2B-Geschäft

Betrugsfälle sind auch im B2B-Bereich nicht mehr ­selten. Die Muster unterscheiden sich aber deutlich von B2C.

WIEN. Fraud findet nicht allein im Privatkunden Geschäft statt. Der Business-to-Business-Sektor ist ebenfalls davon betroffen, besonders die Finanzindustrie und der Online-Handel.

Die B2B-Betrugsarten

Die Varianten, mit denen Unternehmen betrügen, sind vielfältig und für den Laien schwer zu durchschauen. Da wäre zum Beispiel die Gründung eines Unternehmens, das vorrangig darauf ausgerichtet ist, Verpflichtungen aus Lohnabgaben, Zuschlägen oder sonstigen Beiträgen nicht nachzukommen sowie Personen allein zum Zweck der Beziehung von Sozial- oder sonstigen Tarifleistungen zu beschäftigen.

Der sogenannte Anschleichbetrug ist eine weitere Art des Betrugs. Hierbei tätigt der Unternehmer bei mehreren Anbietern kleine Käufe, die allesamt nicht bezahlt werden. Durch den jeweils kleinen Auftrag schöpfen die Lieferanten jedoch keinen Verdacht. Das gleiche Vorgehen kann auch bei Finanzierungsanträgen beobachtet werden.
In einer anderen Variante des Anschleichbetrugs tätigt der Unternehmer zunächst nur kleine Käufe. Diese werden fristgerecht und in voller Höhe bezahlt, allerdings nur, um so eine positive Credit History aufzubauen. Sobald das Unternehmen eine gute Bonität aufweist und auf Rechnung bestellen kann, werden in kürzester Zeit teure Anschaffungen getätigt, die in weiterer Folge nicht bezahlt werden.
Eine weitere Form des Betrugs ist der „Mantelbetrug”. Der Mantelbetrug nutzt die ­positive Bonität eines mittlerweile stillgelegten Unternehmens, um in großem Stil Betrug zu betreiben. Anders als beim Anschleichbetrug wird hier nicht erst eine positive Credit History aufgebaut. Die gute ­Bonität „des Mantels” fungiert in dieser Konstellation regelrecht als USP (Unique Selling Proposition, Alleinstellungsmerkmal, Anm.) für den Käufer des stillgelegten Unternehmens.

Fraud Prevention Kit für B2B

So weit, so fies – jedoch lässt sich diesen Business-to-Business-Betrügereien auch mittels Fraud Prevention Kit von CRIF beikommen. Ähnlich wie bei der B2C Lösung, wird mithilfe des Device Fingerprints das Endgerät identifiziert und auffällige Verhaltensmuster erkannt. Die Überprüfung der Lieferadresse auf kritische Merkmale ist ebenfalls Teil der B2B Lösung.

Anhand der Fraud Kategorie werden Antragswiederholungen und Antragsvariationen geprüft.
Weiters wird der jeweilige Kundenantrag mit der offiziellen Liste für Scheinunternehmen des Bundesministeriums für Finanzen abgeglichen.

Vom Erkennen der Mäntel

Außerdem gibt es für den „Mantelbetrug” den dazu passenden, aufschlussreichen „Mantelhinweis”; hier wird auf Veränderungen im Unternehmen (Gesellschafterwechsel, Sitzwechsel, etc.) hingewiesen. Weiters wird die Beteiligung der Funktionsträger in Drittunternehmen und das Zahlungsverhalten dieser Firmen geprüft. Damit kann festgestellt werden, ob die gleichen Funktionsträger bereits in der Vergangenheit andere Unternehmen in die Insolvenz geführt haben oder nicht.

All dies natürlich in Echtzeit, damit das „angegriffene” Unternehmen zur rechten Zeit die richtigen Schritte setzen kann.

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