HEALTH ECONOMY
Burnout nimmt zu © PantherMedia/thodonal

Nur noch acht Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich gesundheitlich ausgezeichnet.

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Nur noch acht Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich gesundheitlich ausgezeichnet.

Karina Schriebl 27.04.2018

Burnout nimmt zu

Neue Zahlen zum Thema Burnout: Drei von zehn Menschen in Österreich fühlen sich gefährdet; Zeitdruck als Problem.

••• Von Karina Schriebl

LINZ. Drei von zehn Österreichern glauben, dass sie aufgrund einer privaten oder dienstlichen Stresssituation Burnout-gefährdet sind. Als stärkste psychische Belastungsfaktoren werden Mobbing und finanzielle Probleme empfunden, zunehmend aber auch Zeitdruck und ständige Erreichbarkeit. Das zeigt eine aktuelle market-Umfrage.

Belastung steigt

Grundsätzlich beschreiben sich 72% der befragten Über-16-Jährigen als gesund – wobei nur acht Prozent nichts zu jammern haben, 64% hingegen zumindest gelegentlich von kleinen Beschwerden geplagt werden. market verglich die Ergebnisse allerdings mit Daten aus dem Jahr 2013 und fand dabei ­heraus, dass die Einschätzung der eigenen Gesundheit seither schlechter geworden ist. So hat sich etwa der Anteil jener, denen es „ausgezeichnet” geht, von 14 auf acht Prozent fast halbiert.

14% glauben laut der aktuellen Umfrage, dass sie stark Burnout-gefährdet sind; besonders betroffen ist die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen. Weitere 17% orten bei sich selbst zumindest ein mittleres Risiko, auszubrennen, weil die Anforderungen zu hoch sind.

Erreichbarkeit als Problem

80 bis 86% der Befragten glauben, dass sich Mobbing, Geldprobleme, Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck, schlechtes Betriebsklima und private Probleme auf die psychische Gesundheit schlagen. Verglichen mit 2013, kristallisieren sich zwei weitere Punkte als Aufsteiger in diesem Negativ-Ranking heraus: Zeitdruck hatten 2013 „nur” 69% als Belastungsfaktor genannt, nun 82%; die ständige Erreichbarkeit über Telefon, Internet oder Social Media erachteten vor fünf Jahren 53% als problematisch, mittlerweile sind es 67%.

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