EISENSTADT/WIEN. Wenn es um die gesundheitliche Versorgung geht, sind Frauen immer noch benachteiligt, obwohl wissenschaftliche Erkenntnisse über gendermedizinische Unterschiede existieren. Das ging so wie aus dem AHR (siehe Artikel rechts) auch aus Gesprächen während der 11. Praevenire-Gesundheitstage hervor, die kürzlich in Eisenstadt stattfanden. ÖVP-Gesundheitssprecherin Juliane Bogner-Strauß meinte dort, die Defizite würden schon bei der Vorsorge anfangen. Um Risiken früh zu erkennen, sollten junge Frauen so wie junge Männer bei der Stellungsuntersuchung eine „Gesundheitsstraße“ durchlaufen können.
Verzögerte Diagnosen
Ist es zu einer Erkrankung gekommen, „haben wir bei Frauen verzögerte Diagnosen und schlechtere Therapien“, sagte Anna Maria Dieplinger, wissenschaftliche Leiterin des ersten Österreichischen Frauengesundheitsberichts. (sst)
Vorsorge soll moderner werden
Die Vorsorgeuntersuchung ist in die Jahre gekommen. Zuletzt wurde sie im Jahr 2005 grundlegend überarbeitet. Seither hat sich das medizinische Wissen erheblich weiterentwickelt. Vier