••• Von Martin Rümmele
SALZBURG/WIEN. Mit Nahrungsergänzung, Beratung und Diagnostik will Biogena vom Interesse an einem längeren, gesunden Leben profitieren. Im medianet-TV-Format „health:economy“ erläutert Martin Gratzer, Geschäftsführer der Biogena GmbH & Co KG und Mitentwickler von Biogena One, im Gespräch mit medianet-Herausgeber Oliver Jonke die Strategie. Eine Zielgruppe sind Menschen mit hoher beruflicher Belastung. Zugleich sollen Unternehmen als Kunden für Gesundheitsangebote gewonnen werden.
Die wirtschaftliche Idee dahinter ist eine möglichst einfache Routine. Selbst hoch motivierte Sportler hätten Schwierigkeiten, mehrere Produkte regelmäßig einzunehmen, berichtet Gratzer. Das All-in-One-Konzept soll diese Hürde senken und über den Leistungssport hinaus Kunden erreichen.
Für das Coaching beruflich stark beanspruchter Menschen zieht Gratzer eine Parallele zum Spitzensport. „Deswegen coache ich High-Performer wie Leistungssportler, weil die oft vergessen, dass Regeneration ein wichtiger Anteil am Erfolg ist.“ Während Sportler Erholung gezielt einplanten, finde sie im Wirtschaftsleben häufig nur zufällig statt. Neben Führungskräften zählt er auch Beschäftigte in Pflege und Medizin zu dieser Zielgruppe. Es gehe darum, „möglichst viele gesunde und leistungsfähige und erfüllte Jahre zu haben“. Als Grundlagen nennt er ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte und Bewegung. Nahrungsergänzung ordnet er in dieses Gesamtkonzept ein.
Wachstum auch vor Ort
Biogena will sich dabei über den Produktverkauf hinaus positionieren. Das Programm „Fit & Work“ umfasst Messungen, Diagnostik, Beratung und Wissensvermittlung. Die Angebote sollen sich nach den Möglichkeiten der Unternehmen richten.
Zur Wachstumsstrategie von Biogena (125 Mio. € Umsatz) gehört auch mehr räumliche Präsenz. Gratzer verweist auf sogenannte „Plaza-Standorte“ in München und Düsseldorf sowie einen für Ende des Jahres geplanten Standort in Frankfurt. Dort sollen Shops, Diagnostik und weitere Angebote zusammenkommen. Neben Markteintritten in Asien steht 2027 auch eine geplante Expansion in die Türkei auf der To-Do-Liste.