••• Von Sabine Stehrer
GRAZ. Wohl jeder benötigt irgendwann im Lauf seines Lebens eine Antibiotika-Therapie, schließlich hilft diese gegen Erkrankungen, die durch bakterielle Infektionen verursacht werden, und das sind viele. Darüber hinaus werden Antibiotika auch zum Schutz vor Infektionen bedingt durch Bakterien gegeben, etwa nach Verletzungen. Forscher der Universität Uppsala in Schweden zeigten nun, dass auch nur eine einzige Antibiotika-Behandlung die Qualität des Mikrobioms im Darm nachhaltig und negativ beeinflusst. Die Veränderungen der Darmflora bedingt durch die Antibiotika können sogar noch bis zu acht Jahre nach der Einnahme bestehen. Besonders ausgeprägt waren die Effekte nach der Einnahme von Clindamycin, Fluorochinolonen und Flucloxacillin. Für die Studie hatten die Forscher die Darmmikrobiom-Profile von 14.979 Erwachsenen in Schweden untersucht.
Bereits begleitend einnehmen
„Die Studie bestätigt, was wir in über 30 Jahren Forschung beobachtet haben“, sagt dazu Anita Frauwallner vom Institut AllergoSan in Graz. Wer bereits begleitend zu einer Antibiotikabehandlung medizinisch relevante Probiotika einnehme, unterstütze den Darm bei der Erholung.
