HEALTH ECONOMY
Pharmabranche lobt Türkis-Grün © Pharmig/Photo Simonis

Regierung Pharmig-Generalsekretär Alexander Herzog ortet im türkis-grünen Programm ein wichtiges Bekenntnis zum Pharmastandort.

© Pharmig/Photo Simonis

Regierung Pharmig-Generalsekretär Alexander Herzog ortet im türkis-grünen Programm ein wichtiges Bekenntnis zum Pharmastandort.

Redaktion 17.01.2020

Pharmabranche lobt Türkis-Grün

Industrie, Großhandel und Apotheken finden sich in Plänen der Regierung wieder; die Kassen kündigen Gespräche an.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Die Stärkung des Forschungsstandorts, der Ausbau der Patientenrechte oder das Bekenntnis zur öffentlichen Apotheke: Die Arzneimittelbranche begrüßt die Pläne von ÖVP und Grünen im Gesundheitsbereich. Aus dem neuen Dachverband der Sozialversicherungsträger werden indes Gespräche über neue Verträge mit der Branche angekündigt.

„Die Ziele im Regierungsprogramm werden einen entscheidenden Beitrag zum Wohle der Patienten leisten. Wir werden die neue Regierung bei der Umsetzung dieser Ziele mit all unserer Expertise unterstützen”, sagt Pharmig-Generalsekretär Alexander Herzog nach einer Analyse des Regierungsprogramms und ergänzt: „Vor allem der klare Fokus auf die Stärkung des Forschungsstandorts ist ein wichtiges Signal. Österreich hat hier großes Potenzial und wir sollten alles daran setzen, zum Innovation Leader zu werden.”

Stärkung von Patienten

Herzog lobt die zentrale Position, die Patienten einnehmen sollen: „Ob Prävention, Patientenrechte oder Pflege, das Regierungsprogramm signalisiert, dass die Stimme der Patienten noch besser gehört und die Positionen deutlicher in den Mittelpunkt des Systems gerückt werden sollen. Das betrifft auch die Stärkung ihrer Mitbestimmung in allen Gremien, die über Therapien entscheiden, sowie deren zukünftige Vernetzung in Patientenorganisationen.” Außerdem ist es laut Herzog in Zukunft entscheidend, die Potenziale der Digitalisierung zur Stärkung der Versorgung zu nutzen.

Die Apothekerkammer begrüßt des Bekenntnis zum System der öffentlichen Apotheken zur Medikamentenversorgung „unter Beibehaltung wohnortnaher und praxisorientierter Lösungen”, erklärt Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Apothekerkammer. Die Kammer werde ihre Angebote für noch mehr Arzneimittelsicherheit und innovative Dienstleistungen für die Gesundheit der Bevölkerung in die Regierungsarbeit einbringen. Für Christian Wurstbauer, Vizepräsident der Organisation, verdienen die im Programm genannten Punkte e-Medikation, e-Impfpass, e-Rezept und telefonische Erstberatung Beachtung. „Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran, Österreichs Apotheker gehen mit.” Lob und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit kommt auch vom Großhandelsverband Phago.

Verhandlungen mit Kassen

Gespräche mit der Industrie kündigt Dachverbandschef Martin Brunninger im medianet-Interview an: „Es gibt Bestrebungen, mit der Industrie Wege zu finden, wie man gemeinsam verstärkt die jeweiligen Interessen wahrnehmen kann – das ist, die Versorgungssicherheit sowie den Zugang zu den besten Therapiemethoden sowie die hohe Qualität in Medizin sicherzustellen. Gespräche dazu werden heuer beginnen”, sagt er.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL