Was die Pflege will
© APA/Helmut Fohringer
Junge Pflegekräfte unterscheiden sich in ihrer Arbeitseinstellung deutlich von älteren Kollegen und Kolleginnen.
HEALTH ECONOMY Redaktion 10.04.2026

Was die Pflege will

Eine neue Studie zeigt, was sich junge Pflegekräfte wünschen. Das soll nun gegen Personalmangel helfen.

••• Von Martin Rümmele

WIEN. Mit über 5.000 Beschäftigten ist die SeneCura-Gruppe der größte private Arbeitgeber im Pflegebereich in Österreich. Regelmäßige Befragungen sollen Aufschluss über die Zufriedenheit der Mitarbeitenden geben. Im Auftrag von SeneCura hat deshalb die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems in den vergangenen Monaten eine Befragung durchgeführt. Das Ziel der Studie „Generationenmanagement in der Langzeitpflege“ war, die Arbeitseinstellungen der verschiedenen Generationen sowie deren intergenerationale Zusammenarbeit zu beleuchten. Zudem wurde untersucht, welche Rolle Migration in diesem Kontext spielt.

Die Studie gibt auch Aufschlüsse für den ganzen Sektor und zeigt, dass sich die Arbeitseinstellungen der Generationen unterscheiden. Studienautor Franz Kolland: „Während ältere Generationen wie die Baby Boomer großen Wert auf Arbeitsplatzsicherheit legen, stehen für jüngere Generationen andere Aspekte im Vordergrund: gute Bezahlung, flexible Arbeitsgestaltung und Selbstbestimmtheit sind für sie besonders wichtig.“

So messen 80% der Befragten der Generation Z (1997–2012) der flexiblen Arbeitszeitgestaltung eine hohe Bedeutung zu, während es in der Baby Boomer-Generation (1954–1969) nur 67% sind. Im Gegenzug ist für diese Generation mit 67% die Arbeitsplatzsicherheit am wichtigsten im Generationenvergleich.

Auch die intergenerationale Zusammenarbeit wird von den Generationen unterschiedlich wahrgenommen. Die Generation Z berichtet am häufigsten von Konflikten zwischen Jüngeren und Älteren, während Baby Boomer solche Spannungen deutlich seltener erleben.

Hilfe für laufenden Betrieb
Ein weiterer zentraler Befund betrifft Migration und kulturelle Vielfalt in der Langzeitpflege. Kolland: „Die Generation Z steht kultureller Vielfalt besonders positiv gegenüber und sieht darin einen klaren Vorteil für bessere Lösungen. „Diese Studie hilft uns dabei, Vorbehalte als auch Chancen besser zu verstehen und die Integration in den laufenden Pflegebetrieb noch stärker zu unterstützen“, sagt Anton Kellner, Geschäftsführer der SeneCura-Gruppe.

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