INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Der Innovationstreiber aus Liebe zur Technik © Steifan Beiganz

Markus A. Zettl, Geschäftsführer Conrad Österreich.

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Markus A. Zettl, Geschäftsführer Conrad Österreich.

Redaktion 25.06.2021

Der Innovationstreiber aus Liebe zur Technik

Markus A. Zettl, Geschäftsführer Conrad Österreich, über den Wandel und den klaren Fokus auf B2B.

••• Von Helga Krémer

WELS. Technik will man bei Conrad nicht einfach so verkaufen. Der Anspruch ist ein weitaus höherer – kundenorientierte Lösungen wolle man anbieten. Ganz gleich ob Profi, Unternehmen oder Privatkunde jeden Alters. Egal ob im Megastore oder online. Und dann gibt es noch die, die diesen hohen Ansprüchen gerecht werden und ihrerseits ihre Produkte am Conrad Marketplace anbieten. Aber dazu später mehr. Ein Gespräch mit Digitalisierungsfreund und Conrad Österreich-Geschäftsführer Markus A. Zettl.

medianet:
Ein halbes Jahr Geschäftsführer-Österreich: Wie lautet Ihre Zwischenbilanz?
Markus A. Zettl: Ein stetiger Wandel ist fester Bestandteil unserer DNA und hält uns auf Erfolgskurs. Seit 25 Jahren entwickeln wir uns als Unternehmen mit unseren Produkten sowie Lösungen ununterbrochen weiter und richten uns neu aus.

Es ging schon immer darum, die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden rechtzeitig zu erkennen und ihnen optimale Lösungen zu bieten. Dadurch haben wir als technikbegeisterter Innovationstreiber den Markt mit unzähligen Produkten und Lösungen mitgestaltet – wir waren und sind der Zukunft nicht nur mit unseren starken Marken, sondern auch durch einzigartige und professionelle Services stets einen Schritt voraus. In meinen bisherigen Gesprächen mit unseren Mitarbeitern habe ich viel Rückhalt und Zuspruch betreffend unsere strategische Ausrichtung erhalten – für das entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich in aller Form bedanken. Zusammen machen wir Conrad Electronic zukunftsfest!

medianet: Vor Kurzen habt ihr den Conrad Marketplace gelauncht. Wie läuft’s?
Zettl: Der offizielle Launch des Marketplace für Unternehmen in Österreich war Anfang Mai. Bereits in den ersten Tagen konnten wir erkennen, dass der Start sowohl von den Sellern als auch von unseren Business­kunden angenommen wird, und viel positives Feedback verzeichnen.

In den zwei Monaten, die mittlerweile seit dem Launch vergangen sind, haben wir weitere Seller für das professionelle Angebot unserer Sourcing-Platform gewonnen und somit wie geplant das Produktsortiment erweitert.

medianet: Was sind die größten Vorteile des Marketplace?
Zettl: Über den Marketplace erreichen unsere Partner mehr als 250.000 österreichische B2B-Kunden – ganz ohne zusätzliche Marketingkosten. Zusätzlich stehen den Unternehmen durch die Sortimentserweiterung des Marktplatzes nun über eine Million hochwertige Produkte des technischen Betriebsbedarfs zur Verfügung – einfach, schnell und umfassend.

Auf unserer Sourcing Plattform werden ausschließlich Produkte gelistet, die die Qualitätsprüfung des Marketplace-Teams absolviert haben oder über eine ISO-Zertifizierung verfügen. Damit schließt Conrad Anbieter mit Produkten von minderwertiger Qualität bewusst aus, um den eigenen Qualitätsanspruch zu untermauern.


medianet: Wie kann ich am Marketplace Partner werden?
Zettl: Möchte ein Distributor, Händler oder Hersteller Partner auf dem Conrad Marketplace werden, begleitet eine persönliche Ansprechperson den gesamten Onboarding-Prozess und steht dem Partner auch danach jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Die wichtigsten Voraussetzungen für potenzielle Seller sind eine österreichische Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, ein österreichischer Lagerort, und auch der Versand von Einzelbestellungen muss gewährleistet werden. Selbstverständlich spielt auch das angebotene Produktportfolio eine sehr wichtige Rolle, denn auch dieses muss mit dem Geschäftsfeld von Conrad Electronic übereinstimmen.
Wenn alle diese Anforderungen erfüllt werden, steht einem persönlichen Gespräch nichts mehr im Weg und unser Marketplace-Team unterstützt jederzeit bei aufkommenden Fragen.

medianet: Was vielen momentan die Schweißperlen auf die Stirn treibt, sind Verfügbarkeitsprobleme mancher Komponenten. Beobachten Sie das auch? Wie geht Conrad damit um?
Zettl: Speziell im vergangenen Jahr ist es am Markt aufgrund von Corona innerhalb bestimmter Produktkategorien vermehrt zu Verfügbarkeitsproblemen gekommen, da viele Produktions- und Lieferketten auf das Nötigste beschränkt oder vollständig gestoppt wurden.

Da innerhalb kürzester Zeit das gesamte Land ‚heruntergefahren' wurde und die meisten Menschen im Homeoffice und Homeschooling aktiv waren, gab es vor allem bei Spielekonsolen, Notebooks und der dazugehörigen Peripherie, wie zum Beispiel Webcams, große Lieferschwierigkeiten. Conrad hat früh auf die Situation reagiert, durch beste Kontakte zu den Herstellern umfangreiche Bestände angelegt und somit die Versorgungsketten unserer Kunden weitestgehend sichergestellt.
Sollte es in Ausnahmefällen dennoch vorkommen, dass ein Produkt längere Zeit nicht verfügbar ist, führen wir in meisten Fällen Alternativartikel von ebenfalls hochwertiger Qualität in unserem Sortiment.

medianet: Wohin geht die Reise bei Conrad Electronic?
Zettl: Wie bereits eingangs erwähnt, sind Pioniergeist und Veränderungswille fest im Unternehmen verankert. Conrad Österreich feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. In unserer bisherigen Geschichte haben wir uns immer wieder neu erfunden – stets orientiert an den sich verändernden Kundenbedürfnissen.

Denn nur, wer die Anforderungen kennt, kann Erwartungen erfüllen. Unser Anspruch ist es, die Beschaffung für unsere Kunden so einfach, schnell und umfassend wie möglich zu gestalten. Wir arbeiten tagtäglich an dieser Herausforderung, indem wir mit ihnen über ihre Bedürfnisse sprechen, Verbesserungspotenziale frühzeitig erkennen und Lösungen entwickeln.
Mit der Conrad Sourcing Platform haben wir unser Geschäftsmodell noch klarer ausgerichtet – mit eindeutigem Fokus auf B2B und dem Ziel, Europas führende Beschaffungsplattform für technischen Betriebsbedarf zu werden.

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