INDUSTRIAL TECHNOLOGY
Digitaler Masterplan muss schnell her © Melzer PR

Digital Journey Rudolf Melzer, Bernd ­Bugelnig, Ulrike Rabmer-Koller, Martin Zehnder, ­Christian Knill (v.l.).

© Melzer PR

Digital Journey Rudolf Melzer, Bernd ­Bugelnig, Ulrike Rabmer-Koller, Martin Zehnder, ­Christian Knill (v.l.).

Redaktion 27.09.2019

Digitaler Masterplan muss schnell her

Top-Executives der österreichischen Industrie tauschten sich über globale Digitalisierungstrends aus.

LENGAU. „Die digitale Transformation hilft uns, näher beim Kunden zu sein und in Lösungen zu denken”, betonte Martin Zehnder, COO der Palfinger AG, bei der „Chefsache Digital Manufacturing” in der Palfinger World. „Die Herausforderung für Unternehmen ist es, die Digitalisierung holistisch zu sehen, umzusetzen und in allen Bereichen zu integrieren. Es braucht also einen Masterplan.”

Bei Palfinger hat man deshalb das Start-up „Palfinger 21st” gegründet, um Digitalisierungsthemen schneller umsetzen zu können. „Wir brauchen die Kultur von Start-ups, um Dinge ausprobieren zu können, ohne langwierige Prozesse durchlaufen zu müssen, und mit externen Partnern zusammenzuarbeiten.”
So ist zum Beispiel das Bridge Maintenance-System von Palfinger entstanden: Durch den kombinierten Einsatz von Drohnen, multispektraler Sensorik, Künstlicher Intelligenz und dreidimensionaler Datenverarbeitung kann die Überprüfung des Zustands einer Brücke in wesentlich kürzerer Zeit erfolgen als bisher. Dafür wird ein digitaler Zwilling der Brücke erstellt, um Veränderungen und Schäden leichter überprüfen zu können.

Integration und Synergien

Das größte Risiko von Digital Manufacturing laut Pascal Brosset, CTO der Digital Manufacturing Einheit bei Capgemini: Dass sich die Unternehmen in den digitalen Services verlieren, sich nicht mehr auf das Produkt an sich konzentrieren und so das Leadership in ihrem Produktsegment verlieren.

Es sei eine Gratwanderung, durch mangelndes Wissen und fehlende Business Cases möglicherweise die falschen Prioritäten zu setzen und so langfristig nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren zu können.
Damit Manufacturing 4.0 funktionieren kann, sei die richtige, individuell passende Integration der Einzelkomponenten ein wesentlicher Bestandteil, so Brosset. „Integration heißt, die richtigen Technologien auszuwählen und diese sinnvoll miteinander zu kombinieren, um die bestmöglichen Synergiepotenziale auszuschöpfen.”
Beim anschließenden Networking in der Palfinger World waren u.a. mit dabei: Quehenberger-CEO Christian Fürstaller, Ulrike Rabmer-Koller, Christian Knill, CEO der Knill Energy Holding, Sigmar Mielacher, CFO der Prinzhorn-Tochter Hamburg Containerboard, Rosenbauer-CTO Daniel Tomaschko, ­Matthias Unger, Geschäftsführer von Unger Stahlbau, Christian Ott, CIO von Banner Batterien, Günter ­Holleis, CEO der ­Linsinger Eisen­bahn­technik, Eric-Jan Kaak, CIO von Emco-Test, und Mondi-CIO ­Rainer Steffl. (pj)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL