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Forstbetriebe litten 2017 unter Hitze und Borkenkäferbefall © dpa Philipp Schulze
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Redaktion 17.05.2018

Forstbetriebe litten 2017 unter Hitze und Borkenkäferbefall

Branchenverband: Holzpreise stagnierten in Österreich - internationale Konjunktur pushte Holz verarbeitende Industrie - mehrjährige Trockenheit und Borkenkäferbefall belastet Forstbetriebe.

WIEN. Hitze und Trockenheit im Osten, Süden und Norden von Österreich und Borkenkäfer-Befall sowie Stürme führten im Vorjahr zu beträchtlichen Schäden in der Forstwirtschaft. Die heimischen Forstbesitzer erhöhten 2017 den Holzeinschlag inklusive Schadholz im Vergleich zum Jahr davor um fünf Prozent auf 17,65 Mio. Festmeter. Die Schadstoffmenge stieg um 21% auf 6,48 Mio. Festmeter.

"Die früh einsetzende Hitzewelle im letzten Jahr und die folgende lang anhaltende Trockenheit waren ein Eldorado für den Borkenkäfer und ein großes Problem für die Wälder in den Regionen nördlich der Donau, im Burgenland und der Südsteiermark", teilte der Branchenverband Land&Forst Betriebe Österreich am Mittwoch in einer Aussendung mit. Die Schadholzmenge habe aufgrund einer nie dagewesenen Menge an Borkenkäferholz in Höhe von 3,3 Mio. Festmeter die 6,48 Mio. Festmeter erreicht.

Der Jahresdurchschnittspreis für Nadelsägerundholz stagnierte laut Branchenverband im Vergleich zu 2016 bei rund 89 € pro Festmeter. Im zweiten Halbjahr 2017 gab es einen deutlichen Preisrückgang von rund fünf Euro; zum Vergleich: Die Durchschnittspreise lagen 2013/2014 bei rund 98 €. Der Jahresdurchschnittspreis für Industrieholz blieb 2017 unverändert bei rund 36 € je Festmeter. 2017 sei für die Forstwirtschaft ein durch Kalamitäten und Preisreduktionen geprägtes schwieriges Jahr gewesen, lautet das Fazit der Land&Forst Betriebe Österreich.

Für die Holz verarbeitende Industrie in Österreich ging es 2017 aufgrund des internationalen Konjunkturaufschwungs bergauf. Dank der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen habe die Säge-, Papier- und Plattenindustrie ihre Produktion auf einem stabilen Niveau gehalten, so der Branchenverband. Insgesamt seien 24 Mio. Festmeter Rundholz verarbeitet worden, davon 11,9 Mio. Festmeter heimisches Holz. Der Schnittholzexport stieg um fünf Prozent auf 5,7 Mio. Festmeter. (APA)

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