In Superlativen denken!© G. Langegger
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INDUSTRIAL TECHNOLOGY Redaktion 24.11.2023

In Superlativen denken!

Bei der AmCham Thanksgiving Reception stand neben den transatlantischen Handelsbeziehungen Digitalisierung und Protektionismus im Fokus.

WIEN. „Thanksgiving ist das Fest der Superlative im Land der Superlative. Für Österreichs Wirtschaft wünsche ich mir, öfter in Superlativen zu denken“, mit dieser Botschaft begrüßte der Präsident der Amerikanischen Handelskammer und Geschäftsführer von Accenture Österreich Michael Zettel seine Gäste bei der traditionellen Thanksgiving Reception der AmCham, zu der mehr als 150 Gäste ins Accenture Office im Wiener Börsegebäude kamen. Themen waren die Bedeutung der transatlantischen Handelsbeziehungen und die Partnerschaft zwischen Österreich und den USA. Zettel unterstrich die Wichtigkeit des im Juli dieses Jahres von der EU und den USA unterzeichneten Data Privacy Framework-Programms. „Zusammenarbeit ist in der Digitalwirtschaft unvermeidbar. Das Agreement ist ein Meilenstein für die künftige Kooperation“, so Zettel, der die „Rechtssicherheit als wesentlichen Erfolgsfaktor“ identifizierte.

Bundesminister Martin Kocher bezeichnete die USA als „wichtigsten Partner“ der Europäischen Union. „Die USA sind das zentrale Land. Das sehen wir in der aktuellen Lage wieder“, so der Minister und betonte: „Die Tendenzen in Richtung Protektionismus müssen wir bekämpfen. Wir müssen eine Handelsumgebung schaffen, die wachstumsfördernd ist.“ Kocher zeigte sich dahingehend zuversichtlich: „Die Diskussion ist auf einem guten Weg. Wir werden das als Österreich mit der Europäischen Kommission vorantreiben.“

Wirtschaftswissenschaftliche Sicht
„Internationale Vernetzung schafft Resilienz“, sagte IV-Chefökonom und Professor an der Seeburg Castle University Christian Helmenstein und erklärte zur aktuellen wirtschaftlichen Lage, dass in der Vergangenheit sämtliche „Aufschwung-Impulse in Österreich von außen gekommen“ seien. „Er wird, wenn er kommt, aus den USA kommen“, zeigt sich der Ökonom überzeugt. Den Protektionismus bezeichnete Helmenstein als „ökonomische Pest des 21. Jahrhunderts“ und erläuterte weiter, dass der politische Konjunkturzyklus in den USA weit stärker sei als in Europa und erinnerte damit an das Wahljahr 2024. „Wir erleben eine explosionsartige Ausweitung der Subventionitis. Diesen Trend müssen wir dringend brechen“, forderte der Ökonom abschließend.

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