INDUSTRIAL TECHNOLOGY
IST Park in Klosterneuburg eröffnet © Daniel Hinterramskogler
© Daniel Hinterramskogler

Redaktion 04.10.2019

IST Park in Klosterneuburg eröffnet

Ein neuer „Leuchtturm“ in der (nieder-)österreichischen Forschungslandschaft.

KLOSTERNEUBURG. Am 30. September wurde das neue Technologie- und Forschungszentrum IST Park nach eineinhalbjähriger Bauzeit eröffnet. Mit einem Bauinvestitionsvolumen von rund 15 Mio. € errichtete ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, in Zusammenarbeit mit dem IST Austria ein hochmodernes Zentrum für dem IST Austria nahestehende Forschungseinrichtungen, Spin-offs sowie technologieorientierte Unternehmen.

Der IST Park soll vor allem Unternehmensansiedlungen aus forschungsintensiven Bereichen, Start-ups und Spin-offs, die von der Nähe zum IST Austria profitieren, oder Ausgründungen daraus sind, die bestmöglichen Rahmenbedingungen bieten. „Wir brauchen Forschung, Technik und Innovationen, um uns im Herzen Europas als wichtiger Hightech-Standort positionieren zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Durch den neuen IST Park erhält der Forschungsstandort Niederösterreich eine weitere Aufwertung, und die Technologieachse, die sich von den Technopolstandorten in Wieselburg, Krems, Tulln und Wiener Neustadt über Seibersdorf nach Klosterneuburg spannt, wird damit eindrucksvoll ausgebaut und gestärkt.“

Mit dem TFZ IST Park gibt es in Niederösterreich nun insgesamt sechs Technologie- und Forschungszentren, die an den Technopolstandorten in Tulln, Krems, Wiener Neustadt und Wieselburg sowie in Seibersdorf und ab sofort auch in Klosterneuburg zu finden sind. „Seit 2000 wurden in den Infrastrukturausbau der Technologie- und Forschungszentrum über 130 Millionen Euro investiert und damit in Summe rund 38.000 m² modernste Labor- und Büroflächen errichtet. Über 1.000 Menschen haben ihren Arbeitsplatz in einem unserer Technologie- und Forschungszentren“, informiert Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav.

Das Technologie- und Forschungszentrum IST Park ist eine gemeinsame Initiative von ecoplus und dem IST Austria. Thomas A. Henzinger, Präsident IST Austria: „Ein Technologiepark in unmittelbarer Nachbarschaft zum IST Austria Campus war bereits im Report zur Gründung des Instituts vorgesehen. Internationale Beispiele zeigen, dass dies ein integraler Bestandteil für den Erfolg eines breiten Innovationsökosystems weltweit führender Forschungsinstitute darstellt. Wir freuen uns über die ergebnisreiche Zusammenarbeit mit der ecoplus GmbH und auf weitere gemeinsame Ausbauschritte des IST Parks.“

Nachhaltige Entwicklung
Im IST Park stehen in zwei Objekten auf 2.400 m² maßgeschneiderte und den Wünschen der Mieter entsprechend anpassbare Forschungs- und Büroflächen zur Verfügung. Mit den Park Labs werden voll ausgestattete Molekularbiologie- und Zellkulturlabors angeboten und der auf akademische Ausgründungen spezialisierte Venture Fonds IST Cube betreibt einen Coworking Space. Bei der Planung des Gebäudes stand die nachhaltige Entwicklung des Standorts im Fokus, und auf das Landschaftsbild wurde besonderen Wert gelegt. Der Bau wurde aus Mitteln des EFRE-Strukturfonds und ecoplus-Regionalförderung finanziert.

Die ecoplus-Geschäftsführer Jochen Danninger und Helmut Miernicki betonen vor allem den Nutzen eines solchen Technologiezentrums für die Region: „Wir haben das bei allen unseren Technologie- und Forschungszentren gesehen, solche Einrichtungen setzen sehr positive Impulse für eine Region. Es entstehen hochwertige Arbeitsplätze, und die Wertschöpfung in der Region wird nachhaltig gesteigert.“

Auch Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager ist von den Vorteilen des neuen IST Park überzeugt: „Mit dem neuen Zentrum erlangt Klosterneuburg noch mehr internationale Sichtbarkeit und erfährt eine starke Imageaufwertung als Stadt der Wissenschaft. Das Projekt eröffnet den Menschen in der Region zusätzliche Perspektiven und schafft Arbeitsplätze vor Ort.“

Einer der ersten Mieter im neuen IST Park ist ein Spin-off-Projekt einer Forschungsgruppe am IST Austria, die Gene erforscht, die erblichen Formen von neurologischen Entwicklungsstörungen wie Epilepsie oder auch Autismus zugrundeliegen. Gaia Novarino, Professorin am IST Austria: „Sobald unsere Forschungsprojekte aus der reinen Grundlagenforschung eine Anwendung erkennen lassen, ist es wichtig, dass es für die schnelle und effiziente Umsetzung unserer Forschungsergebnisse in eine klinische Entwicklung auch den entsprechenden Platz gibt. Es ist großartig, dass wir in unmittelbarer Nähe mit dem IST Park die geeignete Infrastruktur für Spin-offs haben, um aus unseren Forschungsergebnissen auch eine Anwendung in der Autismus-Diagnostik zu entwickeln.“ (pj)

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