INDUSTRIAL TECHNOLOGY
LTHV: Recht digital © Marlene Rahmann

Erfolgreiche Legal Tech-Start-ups mit Initiatorin Sophie Martinetz (in Orange) und Wolfgang Pichler (direkt dahinter).

© Marlene Rahmann

Erfolgreiche Legal Tech-Start-ups mit Initiatorin Sophie Martinetz (in Orange) und Wolfgang Pichler (direkt dahinter).

Redaktion 13.03.2020

LTHV: Recht digital

Das Legal Tech Hub Vienna treibt – an den Mandanten orientierte – Digitalisierung in der Rechtsbranche voran.

WIEN. Mehrere große Rechtsanwaltskanzleien sowie zusätzliche Unterstützer wie etwa Manz forcieren ein Accelerator-Programm für Legal Tech-Unternehmen, lokale und internationale Kooperationen mit Interessensvertretungen, Unis/FHs und anderen Legal Tech Hubs.

Darüber hinaus werden Standards für die gesamte Rechtsbranche über Forschungsaufträge, Partnerschaften und Diplomarbeiten entwickelt.
„Frische Legal Tech-Produkte aus der ganzen Welt in einem geschützten Rahmen auszuprobieren, ist für die LTHV-Partner sehr interessant”, hebt Initiatorin Sophie Martinetz von Future Law hervor. „Die direkten Rückmeldungen der Anwälte sind wiederum für die Legal Tech Start-ups sehr wertvoll und helfen ihnen dabei, ihre Produkt im Sinne von zukünftigen Benutzern weiter auszubauen.”
Im Oktober hat das LTHV ersten Geburtstag gefeiert, aktuell läuft der zweite Start-up-Batch. Pro Batch werden weltweit Legal Tech Start-ups gesucht, aus den Top 10 sucht eine vom Hub besetzte Fachjury die Top 5 aus – mit dem Ziel, dass diese „Besten der Besten” ihre Pilotprojekte realisieren. Das Programm umfasst ein Kick-off und vier weitere Module zwischen Mai und November. Jeden Monat kommen die Start-ups drei Tage nach Wien – da treffen sich dann alle Beteiligten, also Kanzleien, Start-ups und Partner, und arbeiten an den Produkten bzw. Pilotprojekten. Dazwischen wird an der Umsetzung auf digitaler Basis gefeilt. Am Ende gibt’s einen „Demo Day”, an dem die Legal Techs ihre Piloten und Erfolge präsentieren.

Schon Batch 1 brachte Erfolge

Ein Start-up aus Batch 1 hat bereits ein Google-Investment von 3,5 Mio. € ergattert, ein anderes hat eine Kooperation mit einem großen Verlag abgeschlossen, andere konnten Funding-Runden erfolgreich abschließen. Unterm Strich können die Start-ups also die Rechtsbranche tatsächlich positiv beeinflussen.

„Der LTHV triggert die Erneuerung der Anwaltsbranche von innen”, kommentiert Wolfgang Pichler, Mitglied der Geschäftsleitung von Manz. Die aktuellen Top 5 sind die Wiener 360kompany AG, Bigle Legal aus Barcelona, Closd aus Paris, das holländisch-schottische Projekt Juralio und die Luxemburger Smart Oversight. (pj)

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