WIEN Rund um Allerheiligen am 1. November gedenken Menschen traditionell ihrer Verstorbenen. In den Zeiten, in denen wir leben, stellt sich aber auch die Frage, was passiert nicht nur mit unseren irdischen sondern auch unseren digitalen Gütern und was sollte man tun, um auch bei diesem Thema die richtige Vorsorge zu treffen.Dazu hat die ISPA (Internet Service Providers Austria) eine neue Auflage ihrer Informationsbroschüre „Digitaler Nachlass: Was bleibt von unseren Daten nach dem Ableben?“ veröffentlicht.
Wie in vorhergehenden Auflagen wird erläutert, wie man mit seinen online Daten umgehen sollte und welche Vorkehrungen hilfreich sind. Nun erscheint die Broschüre mit überprüften und ergänzten Inhalten in neuem Gewand.
Digitaler Fußabdruck
Unsere Welt wird immer digitaler und wir nutzen immer mehr Onlinedienste: Social-Media-Profile, E-Mail-Konten, Cloud-Daten, Streaming-Abos oder Krypto-Wallets. Durch all diese Dinge hinterlassen wir Spuren im Internet. Nur wenige Menschen setzen sich damit auseinander, was mit ihren Online-Konten, Daten in Clouds und Abos nach dem Tod passieren soll.
Für die Hinterbliebenen kann das aber zu hohen Belastungen führen. Durch Bezahl-Abos können sich Kosten schnell häufen. Auch das Finden von Accounts der verstorbenen Person kann sich schwierig gestalten, besonders wenn diese nicht unter Klarnamen oder mit einer bekannten E-Mail-Adresse angelegt waren. Angehörige müssen dann außerdem entscheiden was mit den verschiedenen Profilen und Daten passieren soll. Hätte die Person gewollt diese zu erhalten oder soll lieber alles gelöscht werden?
Um solche Schwierigkeiten zu verhindern und selbst darüber bestimmen zu können, was mit den eigenen Daten passieren soll, sollte man seine Wünsche dokumentieren. „Dokumentation ist der wichtigste Schritt zur digitalen Vorsorge. So behält man einen Überblick über die eigenen Online-Aktivitäten und erspart den Hinterbliebenen im Ernstfall viel Stress und Unklarheit“, so Stefan Ebenberger, ISPA-Generalsekretär.
Wie sorge ich vor?
Eine gute Möglichkeit vorzusorgen ist es eine Liste zu führen mit den Onlinediensten, die man benutzt. So kann man Benutzernamen und Passwörter für alle Profile festhalten und selbst bestimmen, wie mit den Accounts und Daten umgegangen werden soll. Außerdem sollte man eine Person festlegen, die mit dieser Aufgabe betraut wird. Diese Liste muss aktuell gehalten werden und sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Noch sicherer ist es eine solche Liste in einem geschützten Passwortmanager anzulegen und den Zugang zu diesem einer vertrauten Person zu ermöglichen.
Ausführliche Informationen zur Vorsorge und was Hinterbliebene tun können, wenn Verstorbene keine Vorkehrungen getroffen haben, lesen Sie in der ISPA-Broschüre „Digitaler Nachlass“. Die ISPA ist Teil des vom BMWKMS und der EU-geförderten Projekts Saferinternet.at. Im Rahmen des Saferinternet.at-Projekts entstehen laufend Informationsmaterialien zu aktuellen Themen.
Die neue Broschüre kann kostenlos heruntergeladen und als gedrucktes Exemplar bestellt werden: www.ispa.at/digitaler-nachlass
Über die ISPA
Die ISPA – Internet Service Providers Austria ist der Verband der österreichischenInternetwirtschaft. Sie wurde 1997 als eingetragener Verein gegründet und vertritt rund 230 Mitglieder aus den Bereichen Access, Content und Service u.a. gegenüber Politik und Verwaltung und anderen Gremien. Ziel der ISPA ist die Förderung des Internets sowie die Kommunikation der Marktteilnehmer untereinander.