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Einigung nach neun Jahren © Sceenshot heute.at

Der Zeitungskrieg zwischen Heute und Österreich wird heftiger.

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Der Zeitungskrieg zwischen Heute und Österreich wird heftiger.

Redaktion 12.10.2018

Einigung nach neun Jahren

Verfahren zwischen den Wiener Linien und der Mediengruppe Österreich ist abgeschlossen.

WIEN. Wir schreiben das Jahr 2009, als die Mediengruppe Österreich einen Abstellungsantrag vor dem Kartellgericht einbrachte. Grund: Die Wiener Linien untersagten der Mediengruppe die Aufstellung von Zeitungsentnahmeboxen in den U-Bahnstationen. Nach einem langen Verfahren kam es nun zu einer Einigung zwischen den Unternehmen.

Die getroffene Vereinbarung besagt, dass aufgrund der von den Wiener Linien der Mediengruppe Österreich gewährten Standorte nun eine Gleichbehandlung mit der Tageszeitung Heute hergestellt ist.

Zeitungskrieg?

Doch was sich so friedlich anhörte, scheint nun in einem Zeitungskrieg zu enden, wie die APA schreibt. Denn nun kündigt Heute-Herausgeberin Eva Dichand Klage gegen Wolfgang Fellners Mediengruppe an. Die AHVV Verlags GmbH und Dichand haben laut Aussendung rechtliche Schritte wegen „Ehrenbeleidigung, unlauterem Wettbewerb, Kreditschädigung” gegen Österreich eingeleitet. Diese hatte sich die Medientransparenzdaten für 2017 vorgenommen und zusammengezählt, wie viel die öffentliche Hand für Inserate in Heute, aber auch in der Kronen Zeitung, geführt von Dichands Ehemann Christoph, ausgegeben hatte. Dieses Geld werde „unrichtigerweise als Geschenke an die Familie Dichand bezeichnet”, empörte sich Eva Dichand. Durch den Vergleich mit den Wiener Linien würden zudem Österreich nun wirtschaftliche Vorteile eingeräumt. (red/gs)

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