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„Es muss cool sein, in Österreich zu investieren” © medianet
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Dinko Fejzuli 09.02.2018

„Es muss cool sein, in Österreich zu investieren”

Auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck wirft sich für die Markenartikelindustrie in die Bresche.

••• Von Dinko Fejzuli

Dienstag dieser Woche lud der Österreichische Verband der Markenartikelindustrie zu einer Pressekonferenz, die unter dem Motto stand „Eine Marke, ein Wort”.

Für die Kraft der Marke sprachen dieses Mal: Markus Liebl, Präsident des Österreichischen Verbandes der Markenartikelindustrie und Vorstandsvorsitzender der Brau Union AG, Margarete Schramböck, Ministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Günter Thumser, Geschäftsführer des Österreichischen Verbandes der Markenartikelindustrie, und Mariusz Jan Demner, Demner, Merlicek & Bergman.
Und so wie auch in den vergangenen Kampagnen ging es auch dieses Mal vor allem darum, den Wert der Marke und die Bedeutung und Wichtigkeit von Konsumgütern, deren Markenname für gute Qualität und die Kraft der Marke steht, in den Vordergrund zu stellen.
Heuer geht man ins 22ste Kampagnenjahr, und was 1997 als Idee begann, hat sich im Laufe der Jahre zur konsequenten, publikumswirksamen Initiative für Markenartikel entwickelt: Mehr als 800 Mal entschieden sich Unternehmen seitdem, an der Gemeinschaftskampagne des Österreichischen Markenartikelverbands teilzunehmen.
Und so führten seit dem Start der Markenartikelkampagne vor nun 22 Jahren rund 270.000 Plakate, 700 Sujets und 2.500 TV-Spots den Konsumenten und dem Handel die Kraft der Marke vor Augen geführt.
Immer wieder zeigte die Initiative, dass Marken das Leben verändern, es vielfältiger, bunter und fröhlicher machen, dass Marken forschen und ihre Kraft aus der Innovation, nicht aus der Imitation, beziehen. Für die kreative Umsetzung wurden die Markenartikel so unter anderem in Form eines Alphabets, als Supermarken, Champions, Alltagshelden oder Innovationsführer präsentiert.

Rekordbeteiligung

Erfreulich aus Sicht der Initiatoren: Sowohl bei den teilnehmenden Firmen, bei den Marken und bei den Plakatstellen verzeichnet man ein Plus. So nehmen heuer 31 Firmen mit 49 Marken teil, und beworben wird die Kampagne auf 8.700 Plakaten.

Und mit Marktguru ist man auch wieder prominent und interaktiv im Netz vertreten.
Auch läuft heuer die Kampagne statt den üblichen zwei Woche gleich für ein ganzes Monat.
Ministerin Schramböck nutzte die Pressekonferenz auch dazu, um ein paar wirtschaftspolitische Ziele nochmals zu ventilieren. Ziel sei es, so Schramböck, „Österreich zu einem starken, modernen Standort auszubauen, in dem die Interessen von Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer gebündelt und auf die Zukunft ausgerichtet werden”.

„Gute Konjunktur nutzen”

Ja, der Wirtschaft gehe es gut, so die Ministerin, aber dafür seien nicht allein die guten standortpolitischen Rahmenbedingungen, die man als neue Regierung vorgefunden hätte, verantwortlich, sondern auch die gut laufende, internationale Konjunktur, und so gelte es, umso mehr das Momentum zu nutzen, um den österreichischen Standort noch weiter nach vorn zu bringen.

Damit dies auch passiere, gelte es, bürokratische Hemmnisse für Unternehmer weiter abzubauen – auch für jene in der Markenartikelindustrie. „Es muss cool werden, in Österreich zu investieren”, so die Marschrichtung von Schramböck.

43% sind „Markenrückkehrer”

In Zeiten, in denen jeder von uns täglich durchschnittlich mit 13.000 Werbebotschaften bombardiert werde und im World Wide Web pro Minute 340.000 Fotos auf Facebook hochgeladen, 400.000 Tweets und 2,4 Mio. Suchanfragen abgesetzt, 7,5 Mio. Videos abgerufen und 20 Mio. Nachrichten versendet werden, zahle sich eine Investition in die Marke und damit auch die Teilnahme an der Markenartikelkampagne aus. Daran erinnerte nochmals Werber Mariusz Jan Demner.

Denn 80% der österreichischen Haushalte, so Demner, kauften Marken aus der Kampagne, 43% davon seien „Markenrückkehrer”, und gerade diese Zahl sei im Steigen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 33%, die sich wieder auf den Wert der Marke besannen.

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